• vom 06.09.2017, 23:01 Uhr

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Abschied und Neuanfang




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Von Stefan Mayer

  • Eishockey-Liga ohne Laibach, dafür mit den Rückkehrern aus Zagreb.

Wien. An diesem Wochenende startet die neue Spielzeit in der österreichischen Erste-Bank-Eishockey-Liga. Jahrein, jahraus findet ein dazugehöriges Opening in den Tagen davor statt. Wie schon in den Saisonen zuvor war der Erste Campus in Wien der Ort des Aufeinandertreffens. Alle zwölf Coaches und so mancher Spieler fanden sich ein, um sich den Fragen von Servus-TV-Moderator Andreas Gröbl zu stellen. Substantielles wurde jedoch kaum von sich gegeben, dass es eine "toughe Season" wird, hörten die Anwesenden da schon öfter. Definitiv spannender waren da die anderen Punkte, die im Verlauf des Vormittags angesprochen wurden.

Finanzielle Turbulenzen
Die im Vorjahr gegründete zweite Liga, die Alps Hockey League, wurde zum vorübergehenden Auffangbecken für die in die Insolvenz geschlitterten Laibacher. DerNachwuchsverein von HDD Olimpija Ljubljana hat allerdings eine mögliche Rückkehr aushandeln können. Nach zwei Jahren soll es so weit sein und der Wechsel nach oben wieder vollzogen werden. Genau den umgekehrten Weg nehmen die Zagreber. Nach vier mittelmäßigen Spielzeiten in der Kontinental-Hockey-Liga kommen sie zurück. Das jedoch nicht ganz freiwillig. Gerieten sie doch, ebenfalls wie ihre vormaligen Gegner aus Slowenien, in finanzielle Schwierigkeiten. In die neue Saison starten sie mit dem 32-jährigen Kanadier Connor Cameron als Trainer. Für ihn könnte es tatsächlich ein schweres Jahr werden. Zum einem musste Zagreb nach dem Aus in der eurasischen KHL einige Spieler ziehen lassen, zum anderen ist es seine erste volle Saison als Head-Coach. Interimistisch konnte er letztes Jahr bei vier Partien hineinschnuppern, wie es sich anfühlt das letzte Wort zu haben, aber ob diese Erfahrung ausreicht, um einen Play-off-Platz zu erreichen, wird sich schon bald herausstellen.


Regelwerk und Videospiel
Wie zu fast jeder neuen Saison gibt es Anpassungen am Regelwerk. Als spannendste Neuerung seit längerer Zeit ist die Änderung in der Verlängerung zu nennen. Zuletzt betrug die Spieldauer sieben Minuten. In den ersten zwei Minuten wurde vier gegen vier gespielt, und ab der dritten verringerte sich die Anzahl der Spieler auf drei. Nun wird die Overtime auf fünf Minuten gekürzt und von Beginn an drei gegen drei gespielt. Eine gute Nachricht gibt es für Fans der Computerspielserie NHL von EA-Sports. Die Liga findet als sechste europäische Einzug in die beliebte Serie. Original-Teams, Spieler, Trikots und Sponsoren sollen einen Kaufanreiz für alle diejenigen bieten, die auch gerne virtuell der kleinen Hartgummischeibe nachjagen.




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Dokument erstellt am 2017-09-06 17:45:03



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