• vom 07.09.2017, 07:00 Uhr

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Wenn das Ei den Kater hat




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Und dann ist da noch die Sache mit Los Angeles. Musste die 10,4-Millionen-Einwohner-Metropole bis vor kurzem noch gänzlich ohne professionelles Football auskommen, bekam sie binnen kurzer Zeit gleich zwei Teams. Nachdem zuerst die Rams aus St. Louis, Missouri, den Sprung an den Pazifik machten, folgten ihnen Mitte vergangenen Jahres die Chargers aus San Diego. Flogen Ersteren in Los Angeles nach dem Bekanntwerden des Umzugs noch die Herzen zu - nicht zuletzt, weil die Rammböcke, nachdem sie kurz nach dem Zweiten Weltkrieg aus Cleveland übersiedelt waren, bis Anfang der Neunziger im alten Coliseum spielten - gelten Letztere als Problemfall. Mittlerweile spricht viel dafür, dass sich die schwerreiche Besitzerfamilie Spanos (Vater Alex Besitzer, Sohn Dean Teampräsident) mit der Entscheidung verkalkuliert hat, die seit ihrer Gründung 1961 fest in der Stadt an der mexikanischen Grenze verankerten Chargers 150 Kilometer weiter nördlich zu verfrachten. Wiewohl formal alles gut ausschaut - die Rams und die Chargers werden sich nach deren Fertigstellung in drei Jahren eine brandneue, 70.000 Menschen fassende Arena nahe des internationalen Flughafens von Los Angeles teilen -, hält sich der Zuschauerzuspruch bisher in engen Grenzen. Bis jetzt gilt etwa nicht einmal als sicher, ob die Chargers genug Karten für das nur gut 30.000 Leute fassende StubHub Center verkaufen, in dem sie bis 2020 ihre Heimspiele austragen (und das sie sich mit den Fußballern von der LA Galaxy teilen).

Patriots Titelverteidiger
Eingerahmt in den größeren Zusammenhang scheint diese Story nur ein weiteres Indiz dafür zu lieferen, dass die NFL den Bogen vielleicht wirklich überspannt hat. Kurzfristiger Lichtblick: Zumindest rein sportlich verspricht die Saison spannend zu verlaufen. Laut den Buchmachern hat heuer die halbe Liga, sprich 16 der 32 Mannschaften, Chancen auf den Finaleinzug. Die Ersten, die dem im Weg stehen werden, sind wie immer die New England Patriots mit ihrem Quarterback und erklärten Trump-Fan Tom Brady. Vergangenen Winter verwehrten die Patriots den Atlanta Falcons quasi in letzter Sekunde den ganz großen Erfolg, eine Wiederholung scheint alles andere als ausgeschlossen. Der engere Favoritenkreis besteht aus mehr oder weniger üblichen Verdächtigen: neben den Falken aus Georgia die Green Bay Packers, die Oakland Raiders, die Pittsburgh Steelers, die Seattle Seahawks und last but not least die Dallas Cowboys, die auch schon wieder seit 1995 auf einen Meisterschaftstitel warten. Die 52. Super Bowl aller Zeiten findet am 4. Februar 2018 im US Bank Stadium zu Minneapolis, Minnesota, statt.

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Dokument erstellt am 2017-09-06 17:51:06



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