• vom 13.09.2017, 17:37 Uhr

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Kampf ums Finale




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  • Im Daviscup-Semifinale treffen Belgien und Australien sowie Frankreich und Serbien aufeinander.

Brüssel/Lille. Während Österreichs Daviscup-Team am Wochenende in Wels in der Europa-Afrika-Zone 1 auf Rumänien trifft, werden in der Weltgruppe die Finalisten ermittelt. Belgien trifft in Brüssel auf Australien, Frankreich ist gegen ein junges serbischen Team, das verletzungsbedingt ohne Novak Djoković auskommen muss, Favorit.

Belgiens Team greift nach dem dritten Finaleinzug in der Geschichte. Die Mannschaft setzt - angeführt vom Weltranglistenzwölften David Goffin - auf Kontinuität. Wie im Viertelfinale gegen Italien stehen neben Goffin auch Steve Darcis und Ruben Bemelmans im Kader. Einzig Joris De Loore kann aufgrund einer Knieverletzung nicht spielen. Stattdessen nimmt Arthur De Greef den vierten Platz ein. Die Belgier bauen im zweiten Semifinale innerhalb von drei Jahren auf den Heimvorteil. "Die Atmosphäre wird großartig sein. Die Unterstützung der Zuschauer ist sehr wichtig", sagt Goffin. Gegen Australiens Aushängeschild Nick Kyrgios konnte er bisher zwar noch keinen Sieg feiern, "aber die Ausgangslage ist jetzt anders", meint der 26-Jährige.

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Für Australien geht es im mit Spannung erwarteten Länderkampf um das erste Finale im prestigeträchtigen Teambewerb seit 2003. Für Kyrgios, den Nummer-eins-Spieler der Australier, hat der Daviscup insbesondere in diesem Jahr eine hohe Bedeutung. "Der Daviscup hat bei mir in diesem Jahr schon Wunder gewirkt", betont das Enfant terrible. "Ich habe dadurch wieder Freude daran gefunden, einfach mit dem Team zusammen zu sein und zu sehen, dass Tennis nicht nur schlecht ist. Man kann dabei auch Spaß haben", so der Weltranglisten-20., der bisweilen für mangelnden Arbeitsethos kritisiert wird. Bei der jüngsten Endspiel-Teilnahme Australiens vor 14 Jahren war Kapitän Lleyton Hewitt selbst noch als Spieler dabei. Die ehemalige Nummer eins der Welt wird im Team als große Unterstützung auf der Trainerbank gesehen. "Ich denke, er ist der beste Kapitän, den wir jemals hatten", meint Kyrgios. Neben ihm selbst treten Jordan Thompson, Thanasi Kokkinakis und John Peers, der Weltranglistenzweite im Doppel, für die Australier an.

Dünne Personaldecke
Etwas klarer scheinen die Rollen im zweiten Semifinale verteilt zu sein. Die Grande Nation wird in Lille von Jo-Wilfried Tsonga und Lucas Pouille, den Nummern 18 und 22 der Welt, angeführt. Die starken Doppelspieler Nicolas Mahut und Pierre-Hugues Herbert komplettieren das Quartett von Kapitän Yannick Noah.

"Es ist offensichtlich, dass das Fehlen von Djoković für uns spricht. Ich bin hier, um zu gewinnen", sagt Tsonga klar. Noah stapelt etwas tiefer: "Wir sind auf dem Papier Favoriten, aber die vorangegangenen Treffen haben gezeigt, dass einige Spiele nicht immer so ausgehen, wie man denkt." Die serbische Equipe muss hingegen ohne einige Leistungsträger auskommen, zumal auch Viktor Troicki und Janko Tipsarević mit Fitnessproblemen kämpfen. Das Quartett Dušan Lajović, Filip Krajinović, Debütant Laslo Djere und Doppelspezialist Nenad Zimonjić erwartet eine schwere Auswärtspartie. Beide Semifinal-Begegnungen werden auf Sandplatz ausgetragen.

Neben den Halbfinal-Duellen stehen am kommenden Wochenende auch die acht Partien in der Weltgruppen-Relegation auf dem Programm. Den Deutschen mit Boris Becker als neuem Herren-Chef droht gegen Portugal der Abstieg. Alexander und Mischa Zverev sowie Philipp Kohlschreiber und damit die drei besten deutschen Profis haben aus diversen Gründen abgesagt. "Ich gebe vielleicht Sicherheit. Ich habe breite Schultern, mich stört das nicht", behauptet Becker.




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Tennis, Daviscup

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Dokument erstellt am 2017-09-13 17:42:08



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