• vom 22.09.2017, 15:25 Uhr

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Update: 22.09.2017, 17:16 Uhr

Volleyball

Gernot Leitner soll Kleinmann beerben




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Von Tamara Arthofer

  • Der Salzburger Unternehmer soll neuer Chef des Volleyball-Verbandes werden.

Geht: Peter Kleinmann. Foto: apa

Geht: Peter Kleinmann. Foto: apa

Kommt: Gernot Leitner. Foto: apa

Kommt: Gernot Leitner. Foto: apa Kommt: Gernot Leitner. Foto: apa

Wien. Der Anforderungskatalog an den neuen Präsidenten des österreichischen Volleyballverbands ist nicht gerade kurz, zumindest wenn es nach Peter Kleinmann geht. Der stellt sein Amt nämlich anlässlich seines vor einer Woche begangenen 70ers bei einer außerordentlichen Generalversammlung am Samstag zur Verfügung - freilich nicht für irgendwen. Der Neue "muss sich mit Volleyball auskennen, muss medial gewandt sein, muss sich wirtschaftlich auskennen, muss wissen, wie man den Sport verkauft und Geld lukriert, und er muss gut vernetzt sein", sagte Kleinmann kürzlich im Interview mit der "Wiener Zeitung". Der Wunderwuzzi, der all diese Kriterien erfüllen soll, heißt Gernot Leitner. Er ist nicht nur der Wunschkandidat Kleinmanns, auf ihn haben sich nach einem Nachfolgestreit im Frühjahr bei einer Sitzung während der Beachvolleyball-WM in Wien auch alle neun Landesverbände geeinigt. Für die Wahl bei einer außerordentlichen Generalversammlung am Samstag in Wien war mit einem einstimmigen Ergebnis zu rechnen.

Leitner, 50 Jahre alt, war selbst lange Jahre als Hallen- und dann als Beachvolleyballer aktiv, mit Kagran Cupsieger, mit Donaukraft Meister, spielte 23 Mal im Nationalteam und im Beachvolleyball auf der World Tour, bei Europa- und Weltmeisterschaften.


Detail am Rande: Die WM 2001 in Klagenfurt, das erste Großereignis in Kleinmanns Präsidentschaft, war zugleich sein letzter Auftritt bei einem großen internationalen Turnier. Stöbert man im Archiv, findet man anlässlich seines Karriereendes den Satz, der Salzburger wolle sich mehr um seine Familie kümmern und eine normale berufliche Laufbahn als Architekt einschlagen. Es sollte dann doch ein bisschen mehr werden als das.

Leitner gründete später das Unternehmen Masterconcept, das mittlerweile in mehreren Ländern operiert, wurde später zweiter Geschäftsführer der (gescheiterten) Salzburger Olympia-Bewerbung, wechselte dann als Berater für den Bereich Transport und Venue Development zum Organisationskomitee für Sotschi 2014. Aktuell berät er die Chinesen bei der Planung für die Winterspiele 2022 in Peking. "Er verbindet also sportliches und wirtschaftliches Know-How perfekt", sagt der scheidende Präsident, in dessen Amtszeit das Budget des Verbandes von 400.000 auf 2,3 Millionen Euro in die Höhe geschraubt wurde. Leitner werde diese Arbeit nicht nur weiterführen, "er kann es sogar besser machen als ich", meint Kleinmann.




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Dokument erstellt am 2017-09-22 15:30:08
Letzte ńnderung am 2017-09-22 17:16:06



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