• vom 14.11.2017, 17:45 Uhr

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Neuer Gegner, neues Glück




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  • Dominic Thiem bestreitet am Mittwoch gegen Pablo Carreño Busta sein zweites Spiel beim World-Tour-Finale.

London. (art) Eine Niederlage, und doch zwei zumindest nicht schlechte Nachrichten: So begann das World-Tour-Finale der besten acht Tennisspieler am Montag für Dominic Thiem. Am Mittwoch geht es für die Nummer sechs der Weltrangliste nun weiter - nicht gegen Rafael Nadal, sondern gegen dessen spanischen Landsmann Pablo Carreño Busta (nicht vor 21 Uhr MESZ). Nadal hatte sein Auftaktmatch in der Gruppe Pete Sampras zwar gegen den Belgier David Goffin bestritten - und mit 6:7, 7:6, 4:6 verloren, musste danach aber seinen großen Knieschmerzen Tribut zollen und sich aus dem Turnier zurückziehen. der Weltranglistenzehnte Carreño Busta rückte als Ersatzmann nach.

Damit ergibt sich auch für Thiem eine völlig neue Ausgangslage. Während er gegen Nadal eine klar negative Bilanz hat, endeten alle vier Begegnungen mit Carreño Busta auf ATP-Ebene mit Siegen für den Niederösterreicher, zuletzt heuer im Finale von Rio. Die einzelne Niederlage in insgesamt sechs Partien bezog er 2013 bei einem Challenger. Sein Trainer Günter Bresnik will von gestiegenen Chancen auf das Halbfinale allerdings nichts wissen. "Mir wäre ein angeschlagener Nadal lieber gewesen als ein fitter Carreño Busta. Es waren immer knappe Matches gegen ihn. Der ist die Nummer zehn der Welt und auch nicht viel schlechter als die anderen", sagte er gewohnt pragmatisch zur APA.


Thiem ortet Steigerung
Tatsächlich hat sich der 26-jährige Spanier in den vergangenen Jahren kontinuierlich nach vorne gearbeitet, seine bisher drei Turniersiege hat er heuer beziehungsweise im vergangenen Jahr gefeiert. Neben dem Titel in Estoril auf Sand schaffte er die beiden anderen auf Hartplatz.

Thiem wollte sich aber ohnehin weniger mit dem Gegner als der eigenen Leistung beschäftigen - und da bescheinigte er sich selbst trotz der Dreisatzniederlage gegen Grigor Dimitrow zum Auftakt in London eine Steigerung gegenüber den vergangenen Wochen, in denen er bei seinen Turnieren in Asien, in Wien sowie zuletzt in Paris jeweils früh ausgeschieden war. "Ich muss meine Leistung bringen. Es war schon um einiges besser am Montag und ich habe eine sehr gute Trainingseinheit gehabt. Ich hoffe, ich kann mich noch einmal steigern und meinen ersten Sieg einfahren", sagte er. Das Selbstvertrauen sei trotz der Niederlage sogar "ein bisserl größer" als vor dem Turnier. "Ich fühle mich besser. Es war ein richtiges Match, ein Fight bis zum Ende." Ob seine Chancen in der Gruppe, in der zum Abschluss am Freitag noch Goffin wartet, durch den Rückzug Nadals nun gestiegen seien, wollte er nicht bewerten. "Ich muss meine Leistung bringen", sagte er nur.

Nadal reiht sich indessen in die heuer auffallend lange Liste jener ein, die die Saison aufgrund körperlicher Probleme nicht beenden können. Für ihn selbst ist es auch insofern bitter, als ihm unter seinen unzähligen Trophäen jene vom Masters beziehungsweise World-Tour-Finale noch fehlt. Zweimal stand er im Finale, einmal erwies sich Roger Federer, der das Dienstagabendspiel gegen Alexander Zverev bestritt (nach Redaktionsschluss) als zu stark, einmal unterlag er Novak Djoković, der diesmal ebenfalls verletzt fehlt. "Ich habe alles probiert", sagte der Mallorquiner. Es hat wieder einmal nicht gereicht.




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Dokument erstellt am 2017-11-14 17:50:10



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