• vom 22.09.2017, 17:41 Uhr

Sport

Update: 25.09.2017, 13:36 Uhr

Olympia 2026

Absage ans Milliardengrab




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Von Matthias Nagl

  • Das IOC sendete positive Signale an das Innsbrucker Vorhaben von reduzierten Winterspielen 2026.


© Jakob Gruber/apa/expa © Jakob Gruber/apa/expa

Innsbruck. Gleichzeitig mit der Nationalratswahl stimmt Tirol über eine neuerliche Bewerbung um die Austragung Olympischer Winterspiele im Jahr 2026 ab. Peter Mennel, Generalsekretär des österreichischen Olympischen Komitees, der treibenden Kraft hinter der Bewerbung, spricht im Interview über die Gespräche mit dem Internationalen Olympischen Komitee, die Stimmungslage in Tirol und Kritik an der Fragestellung der Volksbefragung.

"Wiener Zeitung": Sie waren kürzlich mit einer Delegation bei der IOC-Vollversammlung in Lima und haben dort an den Gesprächen teilgenommen. Innsbruck geht sehr selbstbewusst in den Bewerbungsprozess und möchte dem IOC ein Angebot vorlegen, das bisherigen Anforderungen teilweise widerspricht. Wie war die Reaktion darauf in Lima?

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Peter Mennel: Sehr positiv. Das IOC unterliegt einem nachvollziehbarem Veränderungsprozess und denkt um. Sie haben erkennbar die Anforderungen für die Austragung von Olympischen Spielen verändert. Die Idee ist nun, die Spiele an die bewerbenden Städte anzupassen und nicht mehr die Städte an die Spiele anzupassen. Sie beweisen dieses Umdenken zum Beispiel damit, dass die Sommerspiele für 2024 und 2028 auf einmal vergeben worden sind. Das hätte es früher niemals gegeben.

Ganz konkret erfüllt ja beispielsweise die Innsbrucker Olympiahalle die Anforderungen an die Zuschauerkapazität des IOC nicht mehr. Laut Machbarkeitsstudie soll das so bleiben. Ist das Thema Zuschauerkapazitäten in Lima konkret angesprochen worden?

Ja. Den bisherigen Anforderungen hätte Innsbruck nicht entsprochen. Heute ist das IOC bereit, Zugeständnisse zu machen. Wir sind auch mit dem internationalen Eishockeyverband schon länger im Gespräch zu dem Thema. Der unterstützt uns stark. Auch vonseiten des IOC-Präsidenten Thomas Bach kam das bei seinem Besuch bei der Beachvolleyball-WM zum Ausdruck und wurde nochmal in Lima bestätigt.

Der nächste wichtige Schritt ist die Volksbefragung in Tirol am 15. Oktober gleichzeitig mit der Nationalratswahl. Auch in Tirol dominiert derzeit die Nationalratswahl. Wie wollen Sie Olympia noch in den Vordergrund rücken?

Wir sind derzeit landauf, landab mit Informationsveranstaltungen unterwegs. Wir tun alles, um die Bevölkerung gut zu informieren.

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Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
Dokument erstellt am 2017-09-22 17:45:09
Letzte ─nderung am 2017-09-25 13:36:05




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