• vom 22.09.2016, 16:29 Uhr

Sport


Ski alpin

Schmerzfrei Richtung Olympia-Traum




  • Artikel
  • Lesenswert (0)
  • Drucken
  • Leserbrief





  • Hannes Reichelt denkt nach seiner neuerlichen Wirbelsäulen-OP nicht ans Aufhören, sondern an Pyeongchang 2018.


© apa/expa/Groder © apa/expa/Groder

Innsbruck. Super-G-Weltmeister Hannes Reichelt ist nach seiner Operation an der Lendenwirbelsäule weitgehend "schmerzfrei". "Es geht mir viel besser als 2014", sagte der 36-Jährige, der sich bereits damals nach einem Bandscheibenvorfall einem Eingriff unterzogen hatte, am Donnerstag in Innsbruck. Als Wunschziel, um wieder auf Skiern zu stehen, nannte er Ende Oktober.

"Die OP ist gut verlaufen", berichtete der Radstädter, der sich im Sanatorium Kettenbrücke dem Eingriff unterzogen hatte. Im Gegensatz zu 2014 habe er diesmal auch keine Lähmungserscheinungen verspürt und fühle sich "mobiler", so Reichelt: "Luftsprünge kann ich aber noch keine machen." Das erste Mal habe er im Juli bei einem Training in Zermatt, bei dem er einen Schlag abbekommen hatte, Schmerzen verspürt, so der Weltmeister von Beaver Creek. Nach einer Behandlung im Sanatorium Kettenbrücke sei es nach Portillo in Chile gegangen. "Dort habe ich zwei Wochen super trainiert", meinte Reichelt, ehe die Schmerzen erneut auftraten. Danach hätten sich diese auch nicht mehr beruhigt.

Werbung

Jetzt steht ihm eine etwa vierwöchige Regenerationsphase bevor, ehe er wieder mit leichtem Training beginnen kann. Dass Reichelt keinen "neurologischen Ausfall" habe, mache die Reha einfacher, erklärte sein behandelnder Arzt, Michael Gabl, der Reichelt auch 2014 operiert hatte. Zunächst brauche es eine "strikte Schonphase", so Gabl. Zudem müsse die Rumpfmuskulatur in der Rehabilitationsphase stabilisiert werden. "Erst, wenn sie belastungsstabil ist, kann mit wohldosiertem Training begonnen werden." Ziel sei jedenfalls, dass der 36-Jährige noch heuer in den Weltcup einsteigen kann - unklar ist freilich, ob es sich bis zu den Nordamerika-Rennen ausgeht.

Dass mit der Ski-WM in St. Moritz 2017 ein Großereignis vor der Tür steht, setzte ihn dabei nicht unter Druck. "Da ich im Super G einen Fixplatz habe, stresst mich das nicht", sagte der Salzburger mit Verweis auf seinen Titelverteidiger-Bonus. Anders sei dies klarerweise bei der Abfahrt, wo Reichelt um einen Startplatz kämpfen muss.

Selbstverständlich habe er "kurz überlegt", ob er aufhören soll. "Dann habe ich mir aber gedacht, so trittst du sicher nicht ab", meinte der 36-Jährige. Reichelt wolle auf "jeden Fall" diese und nächste Saison fahren - womit der Traum von einer Olympiamedaille in Pyeongchang 2018 lebt. Sotschi hatte der Salzburger ja nach seinem Streif-Sieg samt danach folgender OP verpasst.

Reichelt denkt aber sogar darüber hinaus: Das Ziel wäre ein Karriere-Ende erst nach der WM 2019 in Aare. "Die Liebe zum Sport" sei nämlich seine Motivation - es mache "Spaß, sich mit den Jungen zu duellieren".




Schlagwörter

Ski alpin, Hannes Reichelt

Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2016
Dokument erstellt am 2016-09-22 16:32:04



Beliebte Inhalte

Meistgelesen
  1. Der Fluch geht weiter
  2. Tradition und Treue
  3. Wie ein gefühlter Sieg
  4. Lederne Gustostückerln
  5. Der alte Mann will noch mehr
Meistkommentiert
  1. Was vom Linzer Derby übrigblieb

Werbung




Werbung