• vom 20.03.2017, 16:04 Uhr

Ski


Ski-Weltcup

Noch genügend Ziele für Hirscher




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  • Die Saison 2016/17 war die erfolgreichste in der Karriere des Salzburgers - aber es gibt noch Rekorde zu brechen und fehlendes Gold zu gewinnen.

Das heurige Weltcup-Pärchen: Hirscher und Shiffrin. - © afp/Haffey

Das heurige Weltcup-Pärchen: Hirscher und Shiffrin. © afp/Haffey

Aspen. (may) Der Beste kam zum Schluss: Marcel Hirscher durfte am Sonntag in Aspen die Weltcup-Saison 2016/17 beenden - entgegen der Erwartungshaltung mit einem vierten Rang statt einem Sieg im abschließenden Slalom. Dennoch darf der nunmehr sechsfache Gesamtweltcupsieger über das Erreichte "nicht sudern", wie er heuer angesichts elf zweiter Ränge oft auf diese Formel zurückgreifen musste. Mit 1599 Punkten hat er die Konkurrenz wie nie zuvor auf Distanz gehalten - so hat Kjetil Jansrud als Zweiter schon 675Punkte Rückstand. Erst ein Mal in 50 Jahren Weltcup gab es bei den Herren einen größeren Abstand: 2001 lagen zwischen Sieger Hermann Maier und Stephan Eberharter 743 Zähler.

Zur Weltcup-Dominanz des 28-jährigen Salzburgers (zuzüglich holte er zwei kleine Kugeln für Slalom und Riesentorlauf) kam Doppelgold bei der WM in St. Moritz in diesen Disziplinen sowie Silber in der Kombination. Somit blickt der Annaberger zweifelsohne auf die erfolgreichste Ski-Saison seiner Karriere zurück - und kann künftig trotzdem noch weitere Bestmarken knacken.

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Denn sechs große Kugeln hatte vor ihm schon jemand anderer gewonnen - Rekordfrau Annemarie Moser-Pröll. Maier wiederum liegt mit seinem Österreicher-Rekord von 54Weltcup-Erfolgen bereits in Reichweite (Hirscher hält bei 45) - Top-Mann Ingemar Stenmark (86) wird hingegen eher schwierig einzuholen sein. Doch der Fokus in der kommenden Saison liegt wohl auf den Olympischen Spielen in Südkorea, wo Hirscher die noch fehlende Goldmedaille anstrebt. Insgesamt also keine Spur von fehlenden Zielen, mangelnder Motivation oder gar Rücktritt: "Es kommt der Punkt, an dem du sagst, du lässt das Rennfahren und fährst nur noch zum Spaß. Entscheide ich mich dafür oder wähle ich den natürlichen Weg? Das wäre der, wenn dir die Jungen in den Arsch treten und du draußen bist aus dem Spiel", dozierte er bei der Abschlusspressekonferenz in Aspen. Dort wurde er auch gefragt, ob das nun der beste Hirscher aller Zeiten sei. Seine Replik: "Ich muss der Meinung sein, dass ich mich weiter verbessern kann, sonst killt das jede Motivation."

Erst am Beginn des Kristallkugel-Sammelns steht Mikaela Shiffrin, die am Sonntag beim Abspielen der US-Hymne in Tränen ausbrach. Für die 22-Jährige aus Colorado war es der erste Triumph im Gesamtweltcup - sie distanzierte die heurige Überraschungsathletin aus Slowenien, Ilka tuhec, um 318 Punkte. Die Skiwelt ist aber einig darin, dass es für Shiffrin nicht das letzte große Kristall war. "Es war eine unglaubliche Saison. Es wird mich einige Zeit kosten, das zu realisieren. Es ist wunderbar, diese große Kugel zu haben", sagte sie. Am 28. Oktober geht die Jagd in Sölden von Neuem los.

Ski-Weltcup, Endstände:

Herren (nach 36 Rennen):

1. Marcel Hirscher (Ö) 1599

2. Kjetil Jansrud (Nor) 924

3. Henrik Kristoffersen (Nor) 903

Damen (nach 37 Rennen):

1. Mikaela Shiffrin (USA) 1643

2. Ilka tuhec (Slo) 1325

3. Sofia Goggia (It) 1197

Nationencup (74 Rennen):

1. Österreich 8966

2. Italien 8407

3. Schweiz 6292




Schlagwörter

Ski-Weltcup, Marcel Hirscher

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Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
Dokument erstellt am 2017-03-20 16:09:06



Ski-WM in St. Moritz

Medaillenspiegel

Nation G S B Gesamt
1. Österreich 3 4 2 9
2. Schweiz 3 2 2 7
3. Frankreich 2 0 0 2
4. Kanada 1 1 1 3
4. USA 1 1 1 3
6. Slowenien 1 0 0 1
7. Norwegen 0 1 1 2
8. Liechtenstein 0 1 0 1
8. Slowakei 0 1 0 1
10. Schweden 0 0 2 2
11. Deutschland 0 0 1 1
11. Italien 0 0 1 1


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