Innsbruck.

Nach dem kommenden Winter endet der einst für zehn Jahre abgeschlossene Vertrag zwischen ÖSV und ORF. Damals hatte es keine Ausschreibung gegeben, weshalb der Pay-TV-Sender Sky (damals Premiere) Beschwerde bei der Bundeswettbewerbsbehörde einlegte. Vor zweieinhalb Jahren bekam der Sender recht, der ÖSV musste daher die mediale Verwertung seiner Rennen ausschreiben.
Ab 17. Oktober können sich die Interessenten beim ÖSV für die Medienrechte bewerben. Gerade die Bewerbe in Österreich zählten in den vergangenen Jahren zu den meistgesehenen Sendungen im ORF mit Einschaltquoten weit jenseits der Millionengrenze.
Sky bekundet Interesse
Kai Mitterlechner, Geschäftsführer von Sky Österreich, sagt: "Für uns sind Skirechte grundsätzlich interessant, wie jedes andere massenattraktive Recht auch." Ob der Pay-TV-Sender ein Angebot abgeben wird, hängt laut Mitterlechner vom Ausschreibungstext ab, der dem Sender noch nicht vorliegt. "Erst dann entscheiden wir. Im Pay-TV ist Exklusivität wie das Amen in der Kirche."
In der Ausschreibungsankündigung des ÖSV heißt es: "Der Versand der - vertraulich zu behandelnden - Ausschreibungsunterlagen durch den ÖSV erfolgt am Montag, den 17. Oktober 2011." Erst dann wird klar sein, ob ein Angebot eines Privatsenders oder einer Pay-TV-Anstalt auch sinnvoll ist.
Für die Abwicklung des Verfahrens hat der ÖSV die Agentur Profile Partners mit Sitz in München beauftragt. Diese hatte auch bereits die Bundesliga bei ihrer jüngsten Ausschreibung der Medienrechte beraten. Damals gingen Sky und ORF als Sieger hervor.