Los Angeles.

"Ich bin begeistert, Teil dieses historischen Franchise zu sein, und will die Dodgers wieder auf die erste Seite des Sportteils in unserer wunderbaren Stadt bringen", frohlockte der einstige Superstar der Lakers, der in Los Angeles auch mehr als 20 Jahre nach seinem Rücktritt Heldenstatus genießt.
Das Konsortium legte für den strauchelnden Klub 2,15 Milliarden Dollar (1,63 Milliarden Euro) auf den Tisch. Das ist nicht nur bei Weitem mehr, als der Verein laut Forbes wert ist, das ihn auf 800 Millionen Dollar schätzt, sondern auch mehr, als jemals in der Geschichte des Sports für ein Team bezahlt wurde. Der Fortbestand der legendären Dodgers ist damit gesichert.
Dieser war in den vergangenen Jahren in Gefahr geraten, nachdem der bisherige Besitzer Frank McCourt wegen Privatausgaben und eines unschönen Scheidungskriegs in Zahlungsnot gekommen war. Seine Ex-Frau Jamie, bis 2009 Geschäftsführerin, hatte danach den Besitz eingeklagt und eine Abfindung von 130 Millionen Dollar zugesprochen bekommen. Im Juni des vergangenen Jahres mussten die Dodgers Insolvenz anmelden.
Es folgte ein monatelanges Gerangel zwischen der Liga und McCourt, ehe ein Gericht den Verkauf an Johnson und Co. für zulässig erklärte. Dadurch soll bei den Dodgers nun die lange ersehnte Ruhe einkehren und an alte Erfolge angeknüpft werden können. Doch auf die neuen Eigner kommen große Herausforderungen zu: ein TV-Vertrag muss ausverhandelt, das Stadion renoviert und der Kader verstärkt werden. Damit die Magie sich künftig nicht nur im Namen eines Aushängeschildes niederschlägt.