Der US-Milliardär Philip Anschutz plant, sein Unternehmen AEG (Anschutz Entertainment Group) zu verkaufen. Der Preis soll zwischen fünf und acht Milliarden Euro liegen.
Der Konzern besitzt weltweit einige prominente Sportklubs sowie Veranstaltungshallen, und er betreibt die Radrundfahrt Tour of California. Auch wenn die Gruppe in einer Aussendung mitteilte, dass sich der Käufer verpflichten müsse, die "langfristigen Unternehmensziele" von AEG zu verfolgen, gibt es bei den diversen Vereinen nun etwas Aufregung.
Zum Portfolio des Unternehmens gehören unter anderem die Eishockeyklubs Hamburg Freezers, der amtierende NHL-Champion Los Angeles Kings, das Basketballteam LA Lakers sowie der Fußballklub LA Galaxy, der sich vor fünf Jahren unter großem Getöse die Dienste von David Beckham gesichert hatte.
Während es die meisten Vereine schon lange vor der Übernahme durch AEG gab, und diese auch erfolgreich sind, hat sich AEG einen Namen mit dem Betrieb von Mehrzweckhallen gemacht, allen voran die O2 in London.
Die als Millenium Dome zur Jahrtausendwende eröffnete Halle schien zu einem Millionengrab zu verkommen, ehe AEG den Dome erwarb und mit einem völlig neuen Konzept rentabel machte. Heute finden im O2 große Sportevents und Konzerte statt, es gibt Restaurants, Geschäfte und Kinosäle. Gemeinsam mit dem Fußballklub Tottenham Hotspur wollte AEG auch die Nachnutzung des Olympia Stadions in London übernehmen, allerdings erfolglos. Der Zuschlag ging an den Verein West Ham, jedoch kam der Deal dann doch nicht zustande.
Anschutz gehören in den USA ähnliche Mehrzweckhallen wie das Staples Center in Los Angeles sowie die O2-Sporthallen in Berlin und Hamburg, die allerdings deutlich kleiner sind als jene in London, die 20.000 Zuschauern Platz bietet. Noch ist unklar, wie weit der Verkaufsprozess von AEG bereits fortgeschritten ist und ob es überhaupt Angebote gibt.