• vom 20.07.2017, 17:14 Uhr

Sportpolitik

Update: 31.07.2017, 17:15 Uhr

Lask

Linzer Comeback ohne Linz




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Von Matthias Nagl

  • Der Lask kehrt nach sechs Jahren in die Bundesliga zurück, trägt Linz vorerst aber nur mehr im Namen.

Die TGW-Arena in Pasching gilt als kleinstes Bundesliga-Stadion. Das hat auch Vorteile.

Die TGW-Arena in Pasching gilt als kleinstes Bundesliga-Stadion. Das hat auch Vorteile.© apa/Eisenbauer Die TGW-Arena in Pasching gilt als kleinstes Bundesliga-Stadion. Das hat auch Vorteile.© apa/Eisenbauer

Linz. Für Freunde des urbanen Fußballs sind es hierzulande wieder bessere Zeiten. Schon vergangene Saison versprühte Aufsteiger St. Pölten, immerhin eine Landeshauptstadt, einen Hauch von Urbanität. Das war nach dem vorangegangenen Aufsteiger-Quartett WAC, Grödig, Altach und Mattersburg nicht selbstverständlich. In der am Samstag beginnenden Saison kommt es noch besser. Mit dem Lask aus Linz kehrt gar Österreichs drittgrößte Stadt nach sechs Jahren Abwesenheit in die Bundesliga zurück. Wer sich aber in Sachen Stadien ein Stück mehr Urbanität in Österreichs höchster Spielklasse erwartet, wird allerdings enttäuscht werden. Denn mit dem Lask kommt ein Stadion aus der Hochzeit der Dorfklubs in die Bundesliga zurück.

Der Lask spielt seit vergangener Saison in Pasching, wo der Klub am Samstag (18.30 Uhr) gegen die Admira auch sein Bundesliga-Comeback gibt. Genauer gesagt im Waldstadion, von wo aus der örtliche FC dreimal in den inzwischen verblichenen Uefa-Cup einzog, bevor er von Klubpräsident Franz Grad und Jörg Haider in Austria Kärnten umgewandelt wurde. Das Stadion heißt ab der kommenden Saison aus Vermarktungsgründen TGW Arena, ist die Heimstätte des Lask und bietet 6009 Zuschauern Platz. Damit ist es das kleinste Stadion der Bundesliga. In der jahrzehntelangen Heimstätte des Lask, dem Linzer Stadion, spielt nur mehr Blau-Weiss Linz in der zweitklassigen Ersten Liga. Bemerkenswerterweise bleibt der Lask auch für Schlagerspiele wie gegen Rapid Wien oder Red Bull Salzburg im kleinsten Bundesliga-Stadion. "Natürlich hätten wir die Möglichkeit beim Rapid-Spiel im Linzer Stadion 15.000 Karten zu verkaufen, aber von den restlichen Einnahmen hätten wir dann weniger", sagt Lask-Sprecher Georg Hochedlinger im Gespräch mit der "Wiener Zeitung". Und das ist nur eine Erklärung für eine Tatsache, die aufgrund ihrer Unglaublichkeit so typisch für den österreichischen Fußball wirkt. Der Lask liegt mit der Stadt Linz, dem Eigentümer des Linzer Stadions, schon länger im Clinch. Wer mit den Unfreundlichkeiten begonnen hat, ist nicht mehr so wichtig, beide Seiten haben jedenfalls nichts mehr miteinander zu tun.

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In Linz wäre der Lask jedenfalls nur Mieter und hätte naturgemäß weniger mitzureden, in Pasching ist man Pächter. "Hier haben wir sämtliche Vermarktungsrechte und bekommen sämtliche Gastronomie-Erlöse", betont Hochedlinger. Dazu kommt, dass man sich im Linzer Stadion den VIP-Bereich mit der angrenzenden Sporthalle teilen würde, Parallelveranstaltungen somit nicht möglich und Terminprobleme unvermeidlich wären. Inzwischen ist Pasching für den Lask liebgewonnene Heimstätte. In den vergangenen zwei Jahren, wovon das letzte komplett im Linzer Vorort absolviert wurde, gab es in Pasching keine Niederlage.

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Schlagwörter

Lask, Bundesliga, Stadion, Pasching

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Dokument erstellt am 2017-07-20 17:21:24
Letzte ─nderung am 2017-07-31 17:15:05



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