• vom 09.08.2017, 16:29 Uhr

Sportpolitik

Update: 09.08.2017, 16:32 Uhr

Fußball-Tragödie

Hillsborough-Angeklagte plädierten auf "nicht schuldig"




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Von WZ Online, APA, dpa

  • Verfahren wurden von Protesten von Opfer-Angehörigen vor dem Gerichtsgebäude begleitet.

Vor dem Gerichtsgebäude in Warrington demonstrierten am Mittwoch mehrereAngehörige der Opfer und hielten Fotos hoch. "Ohne Verantwortung keine Gerechtigkeit", war auf Plakaten zu lesen.

Vor dem Gerichtsgebäude in Warrington demonstrierten am Mittwoch mehrereAngehörige der Opfer und hielten Fotos hoch. "Ohne Verantwortung keine Gerechtigkeit", war auf Plakaten zu lesen.© APAweb/AFP, Oli Scarff Vor dem Gerichtsgebäude in Warrington demonstrierten am Mittwoch mehrereAngehörige der Opfer und hielten Fotos hoch. "Ohne Verantwortung keine Gerechtigkeit", war auf Plakaten zu lesen.© APAweb/AFP, Oli Scarff

Warrington. Mehr als 28 Jahre nach der Katastrophe im Hillsborough-Fußballstadion von Sheffield mit fast 100 Todesopfern haben fünf Angeklagte zum Prozessauftakt in Warrington am Mittwoch auf "nicht schuldig" plädiert. Nach einer kurzen Anhörung wurde der Fall an ein höheres Gericht in Preston verwiesen. Der nächste Verhandlungstag soll am 6. September stattfinden.

Vor dem Gerichtsgebäude in Warrington demonstrierten am Mittwoch mehrere Angehörige der Opfer und hielten Fotos hoch. "Ohne Verantwortung keine Gerechtigkeit", war auf Plakaten zu lesen. Die Polizeibeamten Norman Bettison, Donald Denton und Alan Foster sowie Jurist Peter Metcalf sollen nach Ansicht der Staatsanwaltschaft durch Manipulationen und sonstiges Fehlverhalten die juristische Aufarbeitung der Katastrophe behindert haben. Graham Mackrell, der frühere Geschäftsführer des Fußballclubs Sheffield Wednesday, ist wegen Missachtung geltender Sicherheitsvorschriften im Stadion angeklagt. Die Staatsanwaltschaft hatte im Juni Anklage erhoben.

Beim FA-Cuphalbfinale zwischen dem FC Liverpool und Nottingham Forest im Hillsborough-Stadion war am 15. April 1989 eine Massenpanik ausgebrochen. 96 Menschen starben, weil sie erdrückt oder niedergetrampelt wurden. Weitere 766 Fußballfans wurden verletzt. Nach jahrelangem Streit um die Schuldfrage, entschied im vergangenen Jahr ein englisches Gericht auf der Basis einer unabhängigen Untersuchung, dass die Katastrophe kein Unfall war, sondern dass die Polizei durch ihr Fehlverhalten eine Mitschuld trägt.

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Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
Dokument erstellt am 2017-08-09 16:30:20
Letzte nderung am 2017-08-09 16:32:20



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