• vom 05.07.2011, 17:29 Uhr

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Update: 06.07.2011, 10:16 Uhr

München

Eine Entscheidung, mehrere Ebenen




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Von Matthias Nagl

  • Vergabe der Olympischen Winterspiele 2018: Viele Faktoren spielen eine Rolle
  • München und Pyeongchang sind die Favoriten.
  • Enge Entscheidung erwartet.

Lobbying auf allen Ebenen: Am Mittwoch fällt unweit des Strands von Durban die Olympia-Entscheidung. Foto:epa

Lobbying auf allen Ebenen: Am Mittwoch fällt unweit des Strands von Durban die Olympia-Entscheidung. Foto:epa© EPA Lobbying auf allen Ebenen: Am Mittwoch fällt unweit des Strands von Durban die Olympia-Entscheidung. Foto:epa© EPA

Durban. So eine Olympia-Vergabe ist eine weitreichende Entscheidung. Sie beschäftigt nicht nur den Sieger auf Jahre hinaus. Am Mittwoch ist es wieder einmal so weit, da werden in Durban, im südafrikanischen Winter, die Olympischen Winterspiele 2018 vergeben. Die Entscheidung fällt zwischen München, Annecy in Frankreich und Pyeongchang, Südkorea. Erstmals seit zwölf Jahren ist kein österreichischer Teilnehmer in der finalen Entscheidung, Salzburg hat nach zwei erfolglosen Versuchen entnervt aufgegeben.

Die Bewerbung für 2014 ist übrigens noch immer nicht abschließend aufgearbeitet, Ungereimtheiten im Zusammenhang mit Salzburgs letzter Bewerbung beschäftigen die Staatsanwaltschaften in Salzburg und Wien nach wie vor. Die Affäre um Förder- und Sponsorgelder für die Bewerbung hat das österreichische Olympische Komitee in eine schwere Krise gestürzt, in deren Zuge der damalige Präsident Leo Wallner und Generalsekretär Heinz Jungwirth im Jahr 2009 zurücktraten. Dass Salzburg sich von der Olympia-Idee verabschiedet hat, hat damit nur mittelbar zu tun. Bereits wenige Tage nach der Entscheidung vor vier Jahren entschied die Stadt, sich nicht mehr zu bewerben. "Wir sind chancenlos, solange sich die Spielregeln nicht ändern", hatte Salzburgs Bürgermeister Heinz Schaden gesagt.

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Pyeongchang, 2007 ebenfalls Konkurrent, sieht das offenbar anders. Das koreanische Provinznest geht als Favorit in die Entscheidung. Olympia-Beobachter gehen von einer Entscheidung zwischen Pyeongchang und München aus. Da sich die Spielregeln aber nicht wirklich geändert haben, sind Vorhersagen ein Fischen im Trüben.



Viel komme auf die letzten Stunden vor der Bewerbung an, sagen Insider. Deshalb wurde in den vergangenen Tagen in Durban auch heftig lobbyiert, um eine Mehrheit der 95 abstimmenden IOC-Mitglieder auf seine Seite zu ziehen. Dafür werden fürstlich entlohnte IOC-Insider beschäftigt. Wie groß deren Einfluss auf die Entscheidung ist, ist umstritten. "Ich nenne die Schmarotzer", sagte Gianfranco Kasper, Präsident des internationalen Ski-Verbandes im "Deutschlandfunk". "Man weiß ja, dass die sich selber dem Meistbietenden verkaufen und nicht unbedingt auch Fachkenntnisse haben." Einer dieser Strategen Münchens ist Michael Payne. Er war lange IOC-Marketingchef, beriet zuletzt Salzburg und wirbt nun für München. Payne sieht eine klare Entscheidungslinie: "Es geht um Olympias Kerngeschäft, diesmal geht es nur um schwarz oder weiß."

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Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
Dokument erstellt am 2011-07-05 17:36:09
Letzte nderung am 2011-07-06 10:16:19



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