• Artikel vom 08.07.2011, 17:24 Uhr

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Update: 08.07.2011, 21:03 Uhr
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Ruth Elsner: "Gesund wird er nicht mehr"

Staatsanwalt beruft nicht


  • Ex-Banker ist seit Freitag ein freier Mann - solange er krank bleibt.

Wien.

Ruth Elsner macht sich keine Illusionen bezüglich der Gesundheit ihres Mannes. Foto:apa/Hochmuth

Ruth Elsner macht sich keine Illusionen bezüglich der Gesundheit ihres Mannes. Foto:apa/Hochmuth© APA/GEORG HOCHMUTH Ruth Elsner macht sich keine Illusionen bezüglich der Gesundheit ihres Mannes. Foto:apa/Hochmuth© APA/GEORG HOCHMUTH

(zaw) Seit Freitag ist Helmut Elsner ein freier Mann. Die Staatsanwaltschaft hat keine Einwände gegen den Gerichtsbeschluss vom Donnerstag, der dem Ex-Bawag-Boss Haftunfähigkeit bescheinigt. Die Justizwachebeamte wurden abgezogen, nun obliegt es dem Personal des Wilhelminenspitals, ihren prominenten Patienten vor neugierigen Journalisten zu schützen.

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Eine vorzeitige Haftentlassung ist es allerdings nicht. Elsner hat erst viereinhalb Jahre einer zehnjährigen Haftstrafe wegen Untreue verbüßt. Eine vorzeitige Haftentlassung wäre erst in einem halben Jahr möglich. Sollte sich der Gesundheitszustand Elsners verbessern, wäre es daher durchaus möglich, dass er wieder einsitzen muss.

"Gesund wird er sicherlich nicht mehr"

Diesbezüglich macht sich seine Ehefrau, Ruth Elsner, allerdings keine Illusionen. "Gesund wird er sicherlich nicht mehr", sagt sie zur "Wiener Zeitung". Zu groß seien die Probleme von Herz, Lunge und Niere. Wenn er nun "hoffentlich bald" in eine Reha-Klinik komme, werde es darum gehen, sein Gewicht wieder zu senken und ihm etwas Bewegung zu ermöglichen. Zumindest bis Mitte nächster Woche wird Elsner im Wilhelminenspital bleiben.

Für Ruth Elsner ist die Freilassung ihres Mannes ein Etappensieg auf einem "dornigen und zähen Weg". Und ihr Kampf geht weiter: "Wir arbeiten an der Wiederaufnahme des Verfahrens." Die Elsners kämpfen auch um ihr Vermögen. Zwar hat der Oberste Gerichtshof (OGH) die Verurteilung wegen Betrugs bezüglich Elsners Pensionsabfindung von 6,3 Millionen Euro aufgehoben, dennoch seien die Vermögenswerte nach wie vor gesperrt, sagt Ruth Elsner.

Elsner war der einzige der neun Angeklagten im Bawag-Prozess, der bisher im Gefängnis saß. Zwar ist auch Johann Zwettler, Elsners Nachfolger als Boss der ehemaligen Gewerkschaftsbank, rechtskräftig verurteilt. Seine fünfjährige Haftstrafe musste er aber aus gesundheitlichen Gründen nicht antreten. Alle anderen Angeklagten sind auf freiem Fuß und warten auf die Wiederholung des erstinstanzlichen Prozesses. Ihre Urteile wurden alle vom OGH aufgehoben.




Schlagwörter

Elsner, Bawag, Freilassung

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Copyright © Wiener Zeitung Online 2012
Dokument erstellt am 2011-07-08 17:29:04
Letzte Änderung am 2011-07-08 21:03:31

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