• Artikel vom 07.02.2012, 10:31 Uhr

Top News

Update: 07.02.2012, 10:35 Uhr
  • Artikel
  • Kommentare (1)
  • Lesenswert (1)
  • Drucken
  • Leserbrief
  • Empfehlen/Teilen



ORF als größter Player hat besondere Verantwortung

Facebook und ORF: VÖZ kritisiert Traffic-Abwanderung auf US-Portale


  • Hälfte des österreichischen Onlinemarkts durch Social Networks und Google abgesaugt.

Der ORF auf Facebook. Des Einen Leid, des Anderen Freude. - APAweb/AP

Der ORF auf Facebook. Des Einen Leid, des Anderen Freude. APAweb/AP

Wien. Der Verband Österreichischer Zeitungen (VÖZ) kritisiert in der Debatte um Seiten auf dem US-Social Media-Portal Facebook für den ORF weiter den öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Dieser bringe mit großen Fanseiten wie jener von Ö3 massenweise Usertraffic auf das US-Portal, sagte VÖZ-Generalsekretär Gerald Grünberger am Montag auf Anfrage der APA. Hier habe der ORF als größter Player im Onlinebereich eine besondere Verantwortung.

Werbung

  Grünberger kritisiert, dass mit den ORF-Seiten "ausländische Player mit Traffic gefüttert werden". Zwar hätten auch zahlreiche Zeitungen Auftritte in dem sozialen Netzwerk kreiert, nachdem der ORF dies tue, komme man darum aber nicht herum, erklärte er. "Wenn der Erste das am Markt macht, müssen auch die anderen nachziehen." Schon jetzt wird nach Schätzungen des VÖZ rund die Hälfte des 300 Mio. Euro schweren heimischen Online-Werbemarktes von großen Playern wie Facebook und Google abgezogen.

Kampf gegen internationale Player  
Die inländische Wertschöpfung liege bei Google und Facebook jedenfalls bei Null, sagte Grünberger. Die Konzerne würden ihre Einnahmen oft nicht einmal in Europa versteuern.

  Der Kampf gegen die internationalen Player sei auch der Grund für den entsprechenden Passus im ORF-Gesetz 2010 gewesen. Zwischen VÖZ und ORF, die damals gemeinsam am Verhandlungstisch gesessen waren, sei dies auch ausgemacht gewesen. "Dass ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz sich daran heute nicht erinnern will, dafür kann ich nichts", so Grünberger. Damals sei jedenfalls der wesentliche Fokus darauf gelegen, den Onlinemarkt in Österreich weiterzuentwickeln, betonte er.

  Persönliche Twitter-Accounts von ORF-Journalisten will der VÖZ jedenfalls nicht verbieten, wie Grünberger sagte. "Darum ist es uns nie gegangen. Es geht um Angebote, die mit der Marke ORF in Social Media kreiert wurden."




Schlagwörter

ORF, Facebook

1 Leserkommentar




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)



Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2012
Dokument erstellt am 2012-02-07 10:34:09
Letzte Änderung am 2012-02-07 10:35:10


Werbung



Beliebte Inhalte



Das verwaiste Stadion in der kosovarischen Hauptstadt Prishtina könnte bald wieder mit Leben erfüllt werden. - Rosner
  • Überraschende Entscheidung des Welt-Fußballverbandes für Kosovo "ein großer Schritt".
  • weiter

Hardliner in der Kosovo-Frage: Vojislav Kostunica. - © EPA
  • Nikolic holt sich "echten Radikalen" Ex-Premier Kostunica ins Boot.
  • weiter

Wien. Der AUA-Pilotenstreit köchelt weiter. Jetzt steht Pfingsten vor der Tür, und viele Kurzurlauber, die bei Austrian gebucht haben...weiter

Die Trackshittaz sind vorzeitig ausgeschieden. - APAweb/EPA/Jörg Carstensen
  • Rumänien, Moldawien, Island, Ungarn, Dänemark, Albanien, Zypern, Griechenland, Russland und Irland in der nächsten Runde.
  • weiter

Christian Ortner. - © www.godany.com
  • Wer am Land wohnt, in der Stadt arbeitet und sich das subventionieren lässt, privatisiert den Nutzen und vergesellschaftet die Kosten...
  • weiter

Haimo L. Handl ist Politik- und Kommunikationswissenschafter.
  • Das unreife Verhalten der Briten beim Thronjubiläum ihrer Königin weist Parallelen zu jenem der Anleger beim Facebook-Börsengang auf.
  • weiter

Strache verwies darauf, dass die "Zahl der verhaltensauffälligen Schüler" wachse und es auch immer wieder zu Attacken gegen Lehrer komme. Doch Fehlverhalten dürfe "nie mittels 'Tätschn' oder anderer Gewalt sanktioniert werden", hielt der FP-Chef fest. - APAweb/AP
  • Gewaltverbot ist gesetzlich verankert.
  • weiter

  • Bild einer Explosionsdruckkammer in geheimer Militäranlage Parchin aufgetaucht.
  • weiter





Porträt Emilie Flöge, 1902
Gustav Klimt
Öl auf Leinwand

Vergessenes wurde wiederentdeckt. Im Naturhistorischen Museum freut man sich über die Belebung des Museums durch die Arbeit des Künstlers Daniel Spoerri. (Im Bild: "Austernschabracken-Pferdeskelett-Spießbock-Kümmerer" von Spoerri.) Blick auf das Werk "Sevilla-Series, No. 1, Tapir" des Künstlers Daniel Spoerri im Rahmen der Ausstellung "ein inkompetenter Dialog?" im Naturhistorischen Museum in Wien. Die Ausstellung ist vom 23. Mai bis 17. September 2012 zu sehen. (21. Mai)
Siehe auch: http://bit.ly/JrMvnU

Ein Demonstrant zeigt der berittenen Polizei das Victory Zeichen.  Hunderte Amerikaner gingen am Wochenende auf die Straße, um gegen den NATO-Gipfel in Chicago zu protestieren. Das amerikanische Model Lydia Hearst posiert für die Kamera.

Werbung