"Schlimm genug, dass Strache auf seiner Facebook-Seite dreiste Lügen über Asylsuchende verbreitet. Doch jetzt deutet alles darauf hin, dass Strache zudem auch noch von seiner Vergangenheit im Neonazi-Umfeld eingeholt wurde", so beginnt eine Aussendung der Organisation SOS Mitmensch.
Die Spur des Anti-Asyl-Bildes, das Strache höchstpersönlich auf Facebook in Umlauf gebracht und beworben hat, führt direkt in die Abgründe der österreichischen Neonaziszene. "Dass ein Parteiobmann aktiv Neonazi-Lügenmaterial verbreitet, ist wohl einzigartig in der österreichischen Nachkriegsgeschichte. Das ist ein unfassbarer Skandal. Strache hat damit jegliche Legitimität verloren, einen Parlamentsklub zu führen. Er muss umgehend zurücktreten.", betont Alexander Pollak, Sprecher von SOS Mitmensch.
Rechtsextreme Gruppierung
In der Aussendung heißt es weiter: "Recherchen belegen, dass es sich bei dem von Strache auf seiner Facebook-Seite beworbenen "Österreicher in Not"-Bild um Neonazi-Propagandamaterial handelt. Die Herkunftsgeschichte des Lügenbildes führt direkt auf Neonaziseiten und zur radikal rechtsextremen Gruppierung "Arbeitsgemeinschaft für demokratische Politik".
SOS Mitmensch hatte schon im September 2011 die Vermutung geäußert, dass es sich bei dem "Österreicher in Not"-Bild um Neonazi-Propaganda handeln könnte. "Dennoch hat sich Strache genau dieses Neonazi-Lügenmaterials bedient - ein unfassbarer Skandal!", so die Aussendung weiter.
"Reiche Asylwerber"
Die Auseinandersetzung zwischen SOS Mitmensch und Strache entbrannte nach der Veröffentlichung einer Grafik, die aus Sicht des FPÖ-Obmanns belegen soll, wie viel Gled Asylwerber in Österreich erhalten. Dabei werden "reiche Asylwerber" angeprangert. Es steht aber fest, dass diese Zahlen aus der Luft gegriffen sind und nicht der Realität entsprechen.