Wolkenbrüche und Gewitter lautet die Wettervorhersage für Texas, und die Menschen jubeln. Nach den heftigen Regenfällen des vergangenen Wochenendes dürfte dies das Ende der außergewöhnlich heftigen Dürre bedeuten, die die südlichen Bundesstaaten der USA seit vergangenen Jänner heimgesucht hat. Die ökologischen Auswirkungen sind freilich katastrophal. In Texas sind in den letzten Wochen 10 Prozent der Bäume im städtischen Bereich eingegangen.
Das geht aus einer aktuellen Studie des Texas Forest Service hervor. Die Behörde schätzt den Verlust auf 5,6 Millionen Bäume, was einen enormen Verlust an Lebensqualität in den urbanen Bereichen bedeutet.
Die Umweltkatastrophe kann mit der historischen Dürre in Oklahoma 1933 (Dustbowl) verglichen werden. Der Forstwissenschaftler Pete Smith erklärte, dass die eben veröffentlichten Zahlen noch steigen könnten, weil man nicht abschätzen kann, wie viele Pflanzen an den Langzeitfolgen des Wasserentzugs eingehen werden.
Die Folgekosten für die Entfernung toter Bäume betragen 560 Millionen Dollar (414 Mio Euro). Die Kosten für verloren gegangene Kühlung und Luftreinigung und den dadurch notwendigen Einsatz entsprechender Technik werden auf 280 Millionen Dollar (207 Mio Euro) jährlich geschätzt.