Innsbruck/Bregenz

Eine neurologische Rehabilitation werde auf jeden Fall Monate, wenn nicht Jahre dauern, sagte der Intensivmediziner. Die königliche Familie werde eine geeignete Einrichtung zur Rehabilitation für Prinz Friso suchen, informierte Koller.
Friso habe nach dem Unfall in Lech am Arlberg vor genau einer Woche einen 50 Minuten andauernden Herzstillstand gehabt. In diesem Zeitraum sei er am Unfallort reanimiert worden. "Eine Reanimation über einen solchen Zeitraum ist sehr, sehr lange. Man kann auch sagen: zu lange", meinte Koller.
Hoffnung nicht erfüllt
Seitdem kämpfe ein Team von Spezialisten an der Innsbrucker Klinik um das Leben des Prinzen. "Wir hatten die Hoffnung, dass die milde Unterkühlung für einen gewissen Schutz des Gehirns gesorgt hatte. Diese Hoffnung hat sich nicht erfüllt", erklärte der Intensivmediziner. Am Donnerstag sei es erstmals möglich gewesen, eine Magnetresonanztomographie ohne Gefahr für den Patienten durchzuführen. Seither und aufgrund einiger neurologischer Tests stehe die Diagnose fest.
Fragen der Journalisten waren bei der Pressekonferenz am Freitag nicht zugelassen. Das niederländische Königshaus teilte am Donnerstag in Den Haag mit, dass Königin Beatrix nach dem Lawinenunfall ihres Sohnes ihren Aufenthalt im Skiort Lech bis nächste Woche verlängert habe. Nur am Wochenende werde Beatrix (74) vorübergehend in die Niederlande zurückkehren.