• vom 28.02.2012, 13:14 Uhr

Top News

Update: 28.02.2012, 13:31 Uhr
  • Artikel
  • Lesenswert (0)
  • Drucken
  • Leserbrief
  • Empfehlen/Teilen



"Der ORF und Social Media"

Kampf gegen Facebook-Verbot



  • Wrabetz: Verbot ist Missinterpretation des Gesetzes.
  • Prantner: Facebook-Seiten sind "Art moderner Kundendienst".

Ist das der Anfang vom Ende des Facebook-Verbots? (Im Bild hinter dem Verkehrsschild: ORF-Zentrum am Wiener Küniglberg.)

Ist das der Anfang vom Ende des Facebook-Verbots? (Im Bild hinter dem Verkehrsschild: ORF-Zentrum am Wiener Küniglberg.)APAweb / ROBERT JAEGER Ist das der Anfang vom Ende des Facebook-Verbots? (Im Bild hinter dem Verkehrsschild: ORF-Zentrum am Wiener Küniglberg.)APAweb / ROBERT JAEGER

Wien.  "Der ORF und Social Media" lautete der Haupttagesordnungspunkt der ORF-Publikumsratssitzung am Dienstag. Die übereinstimmende Botschaft von ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz, dem Online-Verantwortlichen Thomas Prantner und Albert Malli von Ö3 lautete: Man muss mit aller Vehemenz gegen das von der Medienbehörde festgestellte Facebook-Verbot ankämpfen. Rückendeckung bekamen sie von den versammelten Publikumsräten, die einheitlich dafür plädierten, den ORF nicht von modernen Kommunikationswegen abzuschneiden und eine Social Media-Strategie für den ORF forderten.

Werbung

In Zusammenhang mit dem von der Medienbehörde festgestellten Facebook-Verbot geht Wrabetz davon aus, dass es nicht nötig sein wird, das Gesetz zu ändern, sondern dass es sich hier lediglich um eine falsche Interpretation des Gesetzes handelt. Das Gesetz habe verhindern wollen, dass der ORF selbst ein Netzwerk aufbauen könnte oder er einzelne Netzwerke bevorzuge und das habe der ORF auch nicht getan: "Wir haben nicht Facebook 2 gegründet und wir sind mit Facebook keine Kooperationen eingegangen", so Wrabetz. Man habe lediglich soziale Netzwerke genutzt, um die Kommunikation insbesondere mit den jungen Kunden sicherzustellen.

"Das Gesetz kurzfristig reparieren"

Sollte die Berufung des ORF gegen den Bescheid der Medienbehörde vor dem Bundeskommunikationssenat keinen Erfolg haben, müsse man "das Gesetz kurzfristig reparieren", so der Generaldirektor. Der ORF sei diesbezüglich sowohl mit Parlamentsparteien aber auch mit den Verlegern im Gespräch. Sollte es zu einer Gesetzesänderung kommen, erwartet sich Wrabetz, dass zugleich auch das Thema ORF und Smart-TV mitberücksichtigt wird.

Dass die Präsenz von ORF auf Facebook ohnehin nicht verbietbar ist, machten Prantner und Malli in ihren Vorträgen deutlich. Prantner bezeichnete die Social-Media-Aktivitäten als "Art modernen Kundendienst" und betonte, dass der Kontakt zum Bürger, "der uns ja bezahlt, Teil des öffentlich-rechtlichen Kernauftrags" ist. Laut Prantner würden außerdem einige der inkriminierten Facebook-Seiten nicht vom ORF selbst sondern teils von Fans, von Auftragsproduzenten - ohne Mitwirkung des ORF - oder von ORF-Redakteuren betrieben. "Die Facebook-Seiten gehören dem Publikum" meinte auch Albert Malli. Würde man sie "durch ein verunglücktes ORF-Gesetz abdrehen, werden sie an anderer Stelle wieder entstehen. Dieses Pflänzchen lässt sich nicht tot treten."




Schlagwörter

Verbot, Social Media, Facebook, ORF

Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-02-28 13:15:39
Letzte Änderung am 2012-02-28 13:31:24


Werbung



Beliebte Inhalte



Budapest übt Schadensbegrenzung nach der Kritik des deutschen Außenministers Guido Westerwelle am ungarischen Premier Viktor Orban. Orban hatte Deutschland wegen eines Nazi-Vergleichs erzürnt, was Westerwelle als "bedauerliche Entgleisung, die wir klar zurückweisen", bezeichnete. - APAweb/EPA/MIGUEL A. LOPES Budapest/Berlin. Budapest übt Schadensbegrenzung nach der Kritik des deutschen Außenministers Guido Westerwelle am ungarischen Premier Viktor Orban...weiter

Ein tunesischer Polizistvor der Okba Ibn Nafaa Moschee in Kairouan,153 km südlich von Tunis. - EPAweb / MOHAMED MESSARA
  • Festnahmen von 200 mutmaßlichen Extremisten.
  • weiter

Haben die Wiener Senioren mehr Weitblick als die eigene Partei? - Rösner
  • Die "rote Basis" macht Urlaub - und schimpft über die (grüne) Stadtpolitik.
  • weiter

  • FCC pocht angeblich auf neue Kredite und auf Haftungen der Republik.
  • weiter

  • Der Streit um religiöse Symbole ist ein Nebenschauplatz
  • weiter

"Bevor uns das Rohöl ausgeht, geht uns das Wasser aus" , ist Brabeck-Letmathe überzeugt. - dpa
  • Spitzenmanager über Europas Defizite und emotionale Debatten.
  • weiter

Schütze Bosko Rasovic trainiert fünfmal pro Woche. S. Jenis
  • Rund 24.000 Wiener haben eine Waffenbesitzkarte.
  • weiter

Reinhard Göweil Die fünf Agrarkonzerne Monsanto, Pioneer, Syngenta, Limagrain und Bayer kontrollieren weltweit zirka 63 Prozent des Saatguts...weiter





Mailands "neubabylonischer" Hauptbahhnhof

Frankreich: Amandine Bourgeois - "L'enfer et moi" Der Teil einer Installation des pakistanischen Künstlers von Imran Qureshi im Metropolitan Museum in New York.

Die letzten Stufen werden noch eingekleidet, und dann kanns los gehen: 21. 5. 2013: Schwere Zeiten für Fans des glänzenden Metalls: Der Goldpreis erklimmt keine neuen Höhen mehr, das Interesse der Anleger ist merkbar gesunken.

Werbung