• vom 16.04.2012, 15:39 Uhr

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Update: 16.04.2012, 16:28 Uhr
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Afghanisches Innenministerium berichtet von mindestens 47 Toten bei Kämpfen

Taliban-Offensive nach 18 Stunden zurückgeschlagen



  • Ziele in Kabul und drei afghanischen Provinzhauptstädten angegriffen.

Kabul.

Afghanische Regierungstruppen konnten die Taliban-Angriffe erst nach 18 Stunden beenden.

Afghanische Regierungstruppen konnten die Taliban-Angriffe erst nach 18 Stunden beenden. Afghanische Regierungstruppen konnten die Taliban-Angriffe erst nach 18 Stunden beenden.

Bei koordinierten Taliban-Angriffen in Afghanistan sind nach Angaben des Innenministeriums 47 Menschen getötet worden - 36 Taliban-Kämpfer, acht Angehörige der Sicherheitskräfte und drei Zivilisten. 40 Angehörige der Sicherheitskräfte und 25 Zivilisten seien verletzt worden, sagte Innenminister Bismillah Mohammadi. In Kabul wurden die Angriffe erst Montagfrüh nach 18 Stunden beendet. Die Aufständischen hatten außerdem Ziele in drei Provinzhauptstädten im Osten Afghanistans angegriffen und vom "Auftakt ihrer Frühjahrsoffensive" gesprochen.

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Mohammadi sagte, an den Angriffen an drei verschiedenen Orten in Kabul - Ziel der Angriffe waren das Parlament, Botschaftsgebäude und Einrichtungen der internationalen Schutztruppe Isaf - seien 16 Taliban-Kämpfer beteiligt gewesen. Die meisten von ihnen hätten sich unter einer Burka als Frauen getarnt gehabt.

"Alle Terroristen sind getötet worden. Wir haben die Lage jetzt unter unserer Kontrolle", sagte Kabuls Polizeichef General Ayoub Salangi. Es werde noch nach Bomben und Granaten gesucht. Die Angreifer hätten während ihrer Offensive auch 35 Geiseln genommen, die von Sicherheitskräften befreit worden seien. Nur eine Frau sei dabei leicht verletzt worden.

Isaf-Kommandant John Allen lobte die afghanischen Sicherheitskräfte. Die afghanischen Sicherheitskräfte hätten die Isaf nicht um Unterstützung gebeten. Das sei Beleg für ihr Können und ihre Professionalität.

Die afghanischen Sicherheitskräfte sollen bis Ende 2014 die Verantwortung von der Nato-geführten Isaf übernehmen.

Außer in Kabul hatten Aufständische am Sonntag Ziele in Jalalabad, der Hauptstadt der Provinz Nangarhar, in Pul-e-Alam, der Hauptstadt der Provinz Logar, und in Gardez, der Hauptstadt der Provinz Paktia, angegriffen. Alle drei Provinzen liegen im umkämpften Osten des Landes.

Die Taliban verüben immer wieder spektakuläre Kommandoaktionen, bei denen mehrere prominente Ziele gleichzeitig angegriffen werden. In den Wintermonaten flauen die Kämpfe in Afghanistan für gewöhnlich ab, im Frühjahr nehmen sie dann wieder an Schärfe zu.

Der afghanische Präsident Hamid Karzai erhob im Zusammenhang mit der Taliban-Offensive Vorwürfe auch gegen die Nato. In einer Mitteilung Karzais hieß es, Geheimdienstversagen der afghanischen Seite "und besonders der Nato" hätten die Angriffe möglich gemacht. Das müsse untersucht werden. Karzai lobte die afghanischen Sicherheitskräfte. Sie hätten dem Volk das Vertrauen gegeben, dass sie ihr Territorium erfolgreich verteidigen können.

Das Kabuler Innenministerium machte das aus Pakistan heraus operierende Haqqani-Netzwerk für die Angriffe verantwortlich. Innenminister Bismillah Mohammadi sagte in Kabul, ein festgenommener Angreifer habe der Polizei gesagt, er sei aus Pakistan.




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Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-04-16 15:44:08
Letzte Änderung am 2012-04-16 16:28:20


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