• vom 22.04.2012, 18:17 Uhr

Top News

Update: 22.04.2012, 21:03 Uhr
  • Artikel
  • Lesenswert (2)
  • Drucken
  • Leserbrief
  • Empfehlen/Teilen



Sturm schaffte ein Unentschieden im Hanappi-Stadion

Ein Quantum Trost für Rapid



  • Gute Leistung der Hütteldorfer, doch die Steirer hielten gut dagegen.

Guido Burgstaller bejubelt Rapids Führungstreffer.

Guido Burgstaller bejubelt Rapids Führungstreffer.APAweb / Herbert Neubauer Guido Burgstaller bejubelt Rapids Führungstreffer.APAweb / Herbert Neubauer

Wien. Der SK Rapid Wien hat im Titelkampf der Fußball-Bundesliga einen kleinen Rückschlag erlitten. Die Hütteldorfer kamen am Sonntag zum Abschluss der 31. Runde gegen Meister Sturm Graz über ein 1:1-(1:0)-Heimremis nicht hinaus und liegen damit schon drei Punkte hinter Tabellenführer Salzburg zurück. Die Grazer verabsäumten es, im Kampf um die Europacup-Plätze von den Niederlagen der Austria und Ried noch mehr zu profitieren. Ihnen fehlen als Sechster zwei Zähler auf Rang drei und damit den zweiten Europa-League-Platz.

Information

1. Red Bull Salzburg  31 14 11  6 49:29  20 53
2. Rapid Wien           31 12 14  5 44:27  17 50
3. Austria Wien         31 11 12  8 42:37   5 45
4. FC Admira            31 12  9 10 48:46   2 45
5. SV Ried                31 11 11  9 38:31   7 44
6. SK Sturm Graz      31 10 13  8 41:35   6 43
7. Wacker Innsbruck  31 10 13  8 31:32  -1 43
8. SV Mattersburg      31  7 11 13 33:37  -4 32
9. SC Wr. Neustadt    31  6 13 12 21:37 -16 31
10. SV Kapfenberg     31  5  7 19 20:56 -36 22

Guido Burgstaller hatte die Gastgeber in einer starken ersten Hälfte in Führung (13.) gebracht. Sie verabsäumten es aber, weitere Treffer nachzulegen. In der letzten halben Stunde präsentierten sich die Steirer von einer deutlich besseren Seite und wurden mit dem Ausgleich durch Rubin Okotie (61.) belohnt. Damit gab es zum ersten Mal seit dem 7. Dezember 2003 (1:1) wieder einmal keinen Sieger im direkten Duell der beiden Teams im Hanappi-Stadion.

Rapid-Coach Peter Schöttel nahm gegenüber der Nullnummer im Derby gleich fünf Veränderungen in der Startformation vor. Soma, Schrammel, die zuletzt kranken Burgstaller und Prager sowie Grozurek rückten in die Mannschaft. Katzer und Prokopic mussten wegen einer Verletzung passen, Pichler fehlte krankheitsbedingt. Drazan und Nuhiu mussten zu Beginn auf die Bank. Bei den Grazern war demgegenüber genau jene 4-1-4-1-Formation am Werk, die zuletzt mit einem Last-Minute-Tor beim Heim-2:2 gegen Salzburg einen Punkt erkämpft hatte.

In einer flotten, dynamischen Partie suchten beide Teams von Beginn an den Weg nach vorne, verständlicherweise aufgrund des dringend benötigten Punktezuwachses im Kampf um die Meisterschaft sowie die restlichen Europacup-Plätze. Die Grazer hatten schon in der Anfangsminute die Chance auf die Führung, der Abschluss von Kainz im Rutschen ging aber doch klar drüber.

Danach übernahmen aber die im Spiel nach vorne sehr kreativen Hütteldorfer das Kommando, boten vor der Pause die wohl bisher stärkste Leistung im Frühjahr und machten das Fehlen des noch nicht im Kader stehenden Mittelfeld-Strategen Steffen Hofmann vergessen. Nach einem Einwurf von Schrammel setzte sich Burgstaller gegen Koch durch und traf mit einem herrlichen Schuss knapp innerhalb des Strafraums genau ins kurze Kreuzeck zum 1:0 (13.).

Die Führung hätte bis zur Pause höher ausfallen müssen. Ein Trimmel-Volley ging am langen Eck vorbei (22.) und ein Flachschuss des agilen Offensivspielers sprang von der Stange zurück ins Feld (28.). Zudem musste sich Sturm-Goalie Gratzei bei einem Grozurek-Abschluss mit einer Fußabwehr zur Ecke (30.) sowie bei einem Prager-Schuss vom Sechzehner (43.) auszeichnen.

Nach dem Seitenwechsel änderte sich zu Beginn nichts am Spielgeschehen, Rapid hatte die Partie im Griff und Klem musste in höchster Not vor Trimmel retten (46.). Mit Fortdauer der zweiten Hälfte wachten die Gäste aus Graz aber auf und hielten voll dagegen. Königshofer hatte mit einem Kainz-Schuss schon seine Mühe (60.). Eine Minute später war der Ausgleich perfekt. Standfest bediente Okotie, der ließ im Strafraum Sonnleitner schlecht aussehen und traf mit links aus aus der Drehung. Der Ex-Austrainer erzielte damit ausgerechnet im Hanappi-Stadion seinen zweiten Saisontreffer.

In der Schlussphase entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Gratzei hinderte Alar zweimal am Abschluss (71.), auf der anderen Seite ging ein Schuss von Koch hauchdünn daneben (72.) und ein Versuch von Okotie ins Außennetz (74.). In der 92. Minute ließ Bukva zweimal den Matchball aus, scheiterte zuerst an Königshofer und setzte den Nachschuss deutlich drüber.



Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-04-22 18:18:17
Letzte Änderung am 2012-04-22 21:03:13


Werbung



Beliebte Inhalte



Csatary soll bei der Deportation von 12.000 Juden eine Schlüsselrolle gespielt haben. - reuters
  • Der heute 98-Jährige lebte 15 Jahre lang unbehelligt in Ungarn.
  • weiter

Der Alpine-Konzern kämpft erneut ums Überleben. - apa/Gindl
  • Bedingung: Neue Kapitalspritze durch FCC und Beteiligung der Anleihegläubiger.
  • weiter

Diesen Fahrradsattel hat sich eine Bienenkönigin ausgesucht - das Volk folgte. - MA 68 Lichtbildstelle
  • Bienenvolk eroberte Fahrradsattel im 9. Bezirk für sich.
  • weiter

Dr. Ernest G. Pichlbauer ist unabhängiger Gesundheitsökonom und Publizist.
  • Alle wissen es: Die Ausbildung für Jungärzte - Turnus genannt - ist schlecht. Turnusärzte sind Systemerhalter, mehr nicht...
  • weiter

Bernd Wiegand konnte es nur falsch machen. Er hatte keine andere Chance. Bernd Wiegand - das ist der Oberbürgermeister von Halle an der Saale...weiter

Kindergarten ab eins und Ganztagsschule: für Brandsteidl die beste Lösung. - Radule Bozinovic/KOSMO
  • Stadtschulratspräsidentin hält Trennung von deutsch- und nichtdeutschsprachigen Kindern für wenig sinnvoll.
  • weiter

Veganes Urgestein Chen Huang versorgt Wiens Veganer mit dem Nötigsten. - Mazak
  • Wien ist Stadt mit höchster Dichte an veganen und vegetarischen Restaurants.
  • weiter

Die US-Geheimdienste lesen mit. - © Andrea Danti - Fotolia.com
  • Unter Barack Obama wurde das Programm noch ausgeweitet.
  • weiter





Ein Fahrrad an einer Kreuzung mitten im 9. Bezirk war der etwas ungewöhnliche Rastplatz für ein Bienenvolk.

Guten Tag, Lubango! Der Giraffen-Junge kam am Samstag, 15. Juni, zur Welt. 18.6.2013: Heute herrscht in Österreich wieder Badewetter: Über 35 Grad Celsius werden erwartet.

Kunstraub der anderen Art: Von einer Hauswand  in London ausgemeißelt wurde im Februar das Banksy-Graffitikwerk "Slave Labour". Kurz darauf tauchte es bei einem Auktions-Haus in Miami in Florida wieder auf. Am 2. Juni wiederum wurde es trotz Proteste um 1,1 Millionen Dollar in London versteigert. Das Kulturbild der Woche geht nun für zwei Wochen auf Urlaub und ist am 24.Juni wieder zurück. Ein frömmelnder Heuchler schleicht sich in das Vertrauen eines alten Patriarchen und versucht, sich alles anzueignen, was diesem teuer ist: Frau, Haus und Tochter. Abgespielt hatte sich das Ganze in der Wohnküche eines Landhauses, auf den Brettern des Akademietheaters. Im Bild: Gert Voss (r.) als "Orgon", Edith Clever (m.) als "Dorine" und Adina Vetter als "Marianne".

Werbung