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Update: 26.04.2012, 17:28 Uhr
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"Schmerzen sind nutzlos"

Nobelpreisträger Stiglitz sieht Europa am Rande des Selbstmords



  • Ökonom zu Preisverleihung in Wien: "Austerität und Vorgaben durch Eurozone tödliche Kombination".

Der Wirtschaftsnobelpreisträger Joseph Stiglitz bei seinem Pressetermin in Wien. - APAweb / HOCHMUTH

Der Wirtschaftsnobelpreisträger Joseph Stiglitz bei seinem Pressetermin in Wien. APAweb / HOCHMUTH

Wien. Joseph E. Stiglitz, Wirtschaft-Nobelpreisträger des Jahres 2001, glaubt, dass "Europa sich auf seinen Selbstmord hinbewegt". In einer Diskussionsveranstaltung in Wien prophezeite der Wirtschaftsprofessor gravierende Probleme, sollten die europäischen Länder auf ihren Sparkuss beharren: "Austerität, kombiniert mit den strengen Vorgaben der Eurozone könnte sich als tödliche Kombination erweisen." Die "Schmerzen (des Sparkurses, Anm.) sind nutzlos".

Europa brauche Wachstum und für dieses Wachstum müsse eine Reihe von steuerlichen und wirtschaftspolitischen Aktivitäten sorgen: "Es gibt aber kein Allheilmittel." Die Vorschläge von Stiglitz reichten von einer Kapitalaufstockung für die Europäische Investitionsbank (EIB) bis hin zu zu einer Stärkung der Nachfrage, auch über Kredit.

Lehren aus der Krise

Als Lehre der Krise sollten die Banken aber einen geringeren Kredithebel verwenden, transparenter sein und weniger Risiken nehmen, meinte der frühere Ökonom des Weltwährungsfonds (IWF). Er trat auf einer Veranstaltung der B&C Privatstiftung auf, Anlass seines Wien-Besuchs ist die Verleihung des Houska-Preises, der größten privaten Forschungsförderungsinitiative. Er fördert angewandte Forschung zugunsten einer Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit. Der Hauptpreis mit 120.000 Euro geht heuer an die Medizinische Universität Innsbruck. 


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Schlagwörter

Joseph E. Stiglitz, Krise, Europa

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Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-04-26 17:20:03
Letzte Änderung am 2012-04-26 17:28:27


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