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Update: 29.04.2012, 18:54 Uhr
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Nach Stichwahl

Oppitz-Plörer bleibt Bürgermeisterin



  • Mit 56 Prozent.
  • ÖVP-Kandidat Platzgummer erhielt 44 Prozent.
  • Äußerst geringe Wahlbeteiligung.

Die "alte" Bürgermeisterin ist auch die neue - Christine Oppitz-Plörer gewinnt die Stichwahl und bleibt im Amt.

Die "alte" Bürgermeisterin ist auch die neue - Christine Oppitz-Plörer gewinnt die Stichwahl und bleibt im Amt.APAweb / Robert Parigger Die "alte" Bürgermeisterin ist auch die neue - Christine Oppitz-Plörer gewinnt die Stichwahl und bleibt im Amt.APAweb / Robert Parigger

Innsbruck. Bei der Innsbrucker Bürgermeister-Stichwahl ist die bürgerliche Amtsinhaberin Christine Oppitz-Plörer (Liste "Für Innsbruck") bestätigt worden. Sie erhielt 56 Prozent der Stimmen, ihr ÖVP-Konkurrent Christoph Platzgummer kam auf 44 Prozent. Das geht aus dem auf der Homepage der Wahlbehörde veröffentlichten vorläufigen Endergebnis hervor. Die Wahlbeteiligung lag bei nur 44,5 Prozent.

In Innsbruck schreiten die Wähler zur Bürgermeister-Stichwahl.

In Innsbruck schreiten die Wähler zur Bürgermeister-Stichwahl.APAweb / Robert Parigger In Innsbruck schreiten die Wähler zur Bürgermeister-Stichwahl.APAweb / Robert Parigger

Oppitz-Plörer vergrößerte gegenüber dem ersten Wahldurchgang ihren Abstand auf Platzgummer, der vor zwei Wochen rund drei Prozent betragen hatte (31,3 Prozent zu 28 Prozent). Die Innsbrucker hatten indes offenbar wenig Lust auf den Wahlgang: Von den 96.861 Wahlberechtigten gaben gerade einmal 43.131 ihre Stimme ab. Die Wahlbeteiligung lag damit nochmals deutlich unter dem historischen Tiefstwert von Mitte April (52,3 Prozent).

Für rasche Verhandlungen auch mit ÖVP
Die Freude der Menschen habe "über Millionen gesiegt", meinte sie in Anspielung auf den ihrer Ansicht intensiven Wahlkampf der Stadt-VP. Nun sollten "alle drei stärksten Kräfte" - ÖVP, FI und Grüne - einbezogen werden, sagte Oppitz-Plörer. Trotz der niedrigen Wahlbeteiligung sei die Wahl "legitim", auch wenn alle Fraktion sich eine höhere gewünscht hätten.

Seit 2010 im Amt
Die am 7. Juni 1968 in Innsbruck geborene Oppitz-Plörer ist seit 2010 Bürgermeisterin. Damals löste die nun 43-Jährige Hilde Zach ab, die sich aus gesundheitlichen Gründen aus der Stadtpolitik zurückgezogen hatte. Zur Favoritin für die Zach-Nachfolge wurde die Innsbruckerin erst Mitte 2009, als damals Platzgummer nach Bekanntwerden der Fußball-EM-Finanzen das Handtuch warf.

Die geschiedene Mutter eines Sohnes und einer Tochter startete ihre berufliche Ausbildung nach der Matura mit dem Abiturientenkurs an der Handelsakademie in Innsbruck, den sie im Jahr 1988 mit Matura abschloss. Das nachfolgende Studium der Volkswirtschaftslehre bis zur Sponsion 1993 beendete sie mit der Diplomarbeit "Reform der Familienbesteuerung".

Politische Laufbahn
Von 1996 bis 2002 war sie bei den Tiroler Landeskrankenanstalten GmbH beschäftigt. Ihre Aufgabenstellung in dieser Zeit umfasste die Büroleitung im Vorstandsbereich mit der Zuständigkeit für Bau, Technik und Finanzen. Im Jahr 2000 kandidierte Oppitz-Plörer auf der Bürgerliste "Für Innsbruck" von Herwig van Staa und wurde im April 2000 in den Innsbrucker Gemeinderat gewählt.

Von Dezember 2002 bis Juni 2009 war sie Stadträtin für Erziehung, Bildung, Kinder- und Jugendbetreuung, Familie, Frauen und Senioren. Nach der Gemeinderatswahl im April 2006 wurden diese Ressorts um Gesundheit, Markt- und Veterinärwesen ergänzt. Am 8. Juni 2009 schließlich wurde Oppitz-Plörer nach dem Ausscheiden Platzgummers vom Innsbrucker Gemeinderat mit 34 von 40 Stimmen zur 2. Vizebürgermeisterin der Landeshauptstadt Innsbruck gewählt. Als Bürgermeisterin war sie bisher unter anderem für Personal, Sicherheit, Finanzen und Stadtplanung zuständig.




Schlagwörter

Innsbruck-Wahl

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Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-04-29 13:00:28
Letzte Änderung am 2012-04-29 18:54:52


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