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Update: 11.05.2012, 13:44 Uhr
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"Gigant des Fotojournalismus"

Deutscher Fotograf Horst Faas ist tot



  • Berühmt vor allem für seine Fotos vom Vietnamkrieg.

Horst Faas wurde vor allem für seine Fotos aus dem Vietnamkrieg berühmt.

Horst Faas wurde vor allem für seine Fotos aus dem Vietnamkrieg berühmt.Faas/AP Horst Faas wurde vor allem für seine Fotos aus dem Vietnamkrieg berühmt.Faas/AP

Der deutsche Kriegsfotograf und zweifache Pulitzerpreisträger Horst Faas ist tot. Er am Donnerstag im Alter von 79 Jahren. Berühmt wurde Horst Faas vor allem durch seine Fotos aus dem Vietnamkrieg, den er von 1962 bis 1974 begleitete. Für seine Arbeit wurde er mehrfach ausgezeichnet. Seine Fotos aus dem Vietnamkrieg beeinflussten die öffentliche Meinung der Zeitgenossen. Heute sind sie mahnende Dokumente - und Vorbild der Pressefotografie. Die Nachrichtenagentur Associated Press (AP), für die Faas fast ein halbes Jahrhundert tätig war, würdigte ihn als "Gigant in der Welt des Fotojournalismus".

Die "Deutsche Gesellschaft für Photografie", die Faas 2005 in einer in mehreren Städten gezeigten Ausstellung würdigte, erklärte über dessen Werk: "Die Photographie von Horst Faas setzt sich deutlich von ästhetischen Stilisierungen anderer Photographen ab. Seine Bilder sind keine heroischen Schlachtgemälde. Sie zeigen die Welt ungeschminkt und den Krieg so brutal und abscheulich, wie er ist." Seine Aufnahmen aus dem Vietnamkrieg seien in der Geschichte der Kriegsfotografie ohne Beispiel.

Faas sorgte auch für die Veröffentlichung des berühmten Fotos seines AP-Kollegen Huynh Cong "Nick" Ut vom Juni 1972, das die vor einem Napalmangriff fliehende neunjährige Kim Phuc zeigt. Einige Kollegen hatten Bedenken, das Bild zu veröffentlichen, da sich das kleine, schwer verletzte Mädchen die brennenden Kleider vom Leib gerissen hatte und völlig nackt war. Das Bild ging um die Welt, wurde zu einem Mahnmal für die Unmenschlichkeit des Krieges und brachte Ut ebenfalls einen Pulitzerpreis ein.

1967 wurde Faas in Vietnam schwer verletzt. Von Saigon aus ging es für Faas nach Singapur, von wo aus der Fotograf unter anderem über Menschenrechtsverletzungen in Bangladesch berichtete. Hiefür erhielt er 1972 zusammen mit Michel Laurent von der französischen Agentur Gamma einen weiteren Pulitzer-Preis. Im gleichen Jahr holte ihn die Konfliktberichterstattung bei den Olympischen Spielen in München ein - Faas hielt mit seiner Kamera den palästinensischen Terroranschlag auf israelische Athleten fest.

2005 zog er sich bei einem Korrespondententreffen in Hanoi eine schwere Infektion zu und war seitdem von der Taille an abwärts gelähmt. Ende 2008 verschlimmerte sich sein Zustand. Seit Februar war er im Krankenhaus.




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Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-05-11 09:33:18
Letzte Änderung am 2012-05-11 13:44:08


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