• vom 20.05.2012, 07:40 Uhr

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Update: 20.05.2012, 17:14 Uhr
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"Es ist mit weiteren Nachbeben zu rechnen"

Schweres Nachbeben in Norditalien



  • Bei einem Erdstoß so stark wie in L'Aquila 2009 wurdenmindestens sechs Menschen getötet.
  • Premier Monti verspricht betroffenen Bevölkerung rasche Hilfe, über 100 Nachbeben verzeichnet.

Schutt und Asche in Modena in der Region Emila Romagna. In der Nähe der Stadt Blogna befand sich das Epizentrum des Erdbebens der Stärke 5,9.

Schutt und Asche in Modena in der Region Emila Romagna. In der Nähe der Stadt Blogna befand sich das Epizentrum des Erdbebens der Stärke 5,9.EPAweb / ELISABETTA BARACCHI Schutt und Asche in Modena in der Region Emila Romagna. In der Nähe der Stadt Blogna befand sich das Epizentrum des Erdbebens der Stärke 5,9.EPAweb / ELISABETTA BARACCHI

Rom. Bei einem Erdbeben in der norditalienischen Region Emilia Romagna sind Sonntagfrüh sechs Personen ums Leben gekommen, mindestens 50 Personen wurden verletzt. Das Beben, das auch in Österreich spürbar war, hatte eine Stärke wie jenes, das 2009 die mittelitalienische Stadt L'Aquila verwüstet hatte.

Schweres Nachbeben in der Stärke von 5,1 nach Richter
Am Sonntagnachmittag kam es in der norditalienischen Region Emilia Romagna zu schweren Nachbeben. Das Epizentrum lag in der Ortschaft Finale Emilia in der Provinz Ferrara und hatte eine Stärke von 5,1 nach Richter. Bereits über 100 Nachbeben wurden nach dem schweren Erdstoß in der Nacht auf Sonntag gemeldet. Der italienische Premier Mario Monti, der in Chicago an einem Nato-Gipfeltreffen teilnimmt, kondolierte den Opfern des Erdbebens. "Wir werden alles mögliche unternehmen, um der betroffenen Bevölkerung Hilfe zu leisten", versicherte Monti.

Ein marokkanischer Migrant wurde in einer eingestürzten Halle in einem Industriegebiet in Bondeno westlich von Ferrara leblos aufgefunden. Zwei italienische Arbeiter, die Nachtdienst hatten, wurden in der Ortschaft Sant'Agostino unter den Trümmern einer Keramikfabrik entdeckt, berichteten italienische Medien am Sonntag.

Fünfjährige wurde nach zwei Stunden unter Trümmern gerettet
Eine 37-jährige Deutsche starb nach dem Erdbeben in Sant'Alberto di San Pietro in Casale in der Provinz Bologna. Nach den Erdstößen hatte sie Atemprobleme bekommen und hatte dann das Bewusstsein verloren. Sie starb kurz daraufhin. In Sant'Agostino kam eine über hundert Jahre alte Frau, vermutlich aufgrund von Panik, ums Leben. In der selben Ortschaft wurde nach einem Arbeiter gesucht, der in einer Stahlfabrik arbeitete, die wegen des Erdbebens eingestürzt war - er konnte nur noch tot geborgen werden. Ein fünfjähriges Mädchen musste zwei Stunden lang unter den Trümmern ihrer Wohnung in Finale Emilia ausharren, bevor sie gerettet werden konnte.

Karte Norditalien mit Epizentrum.

Karte Norditalien mit Epizentrum.APAweb Karte Norditalien mit Epizentrum.APAweb

Erhebliche Sachschäden wurden aus der ganzen Region gemeldet, teilte Italiens Zivilschutzchef Franco Gabrielli mit. Das Beben hatte um 4.04 Uhr die Region Emilia-Romagna erschüttert. Sein Epizentrum lag nahe der Gemeinde Finale Emilia, 37 Kilometer nördlich von Bologna in der Po-Ebene, hieß es unter Berufung auf das Nationale Geophysikalische und Vulkanologische Institut. Die Stärke wurde mit 5,9 angegeben. Danach kam es zu mehreren Nachbeben.




Schlagwörter

Italien, Erdbeben

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Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-05-20 07:41:26
Letzte Änderung am 2012-05-20 17:14:38


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