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Update: 13.07.2012, 18:16 Uhr
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Laut Menschenrechtsaktivisten schlimmstes Massaker seit Beginn des Aufstands

Hunderte Tote bei Blutbad in Syrien



  • Armee bekämpfte "Terroristen".

Der Chef des oppositionellen Syrischen Nationalrats,  Abdel Basset Sayda, fordert eine UN-Resolution, die "alle Optionen auf den Tisch bringt".

Der Chef des oppositionellen Syrischen Nationalrats, Abdel Basset Sayda, fordert eine UN-Resolution, die "alle Optionen auf den Tisch bringt".APAweb / EPA Der Chef des oppositionellen Syrischen Nationalrats, Abdel Basset Sayda, fordert eine UN-Resolution, die "alle Optionen auf den Tisch bringt".APAweb / EPA

Beirut. Syrische Regierungstruppen haben nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten und Aufständischen ein neues Massaker an Zivilisten verübt. Zwischen 150 und mehr als 200 Menschen wurden nach unterschiedlichen Angaben am Donnerstag in der Ortschaft Tremseh in der zentralsyrischen Provinz Hama getötet. "Mehr als 220 Menschen wurden getötet und rund 300 weitere verletzt", sagte Abu Omar, der örtliche Kommandant der oppositionellen Freien Syrischen Armee, der Nachrichtenagentur dpa.

Bei den Opfern handle es sich vor allem um Zivilisten. Das syrische Fernsehen berichtete hingegen, dass "terroristische Gruppen" für das Massaker verantwortlich seien. Auch drei Angehörige der Sicherheitskräfte seien bei den Kämpfen ums Leben gekommen. Eine unabhängige Überprüfung der Angaben ist nicht möglich. Russland wies unterdessen einen vom Westen eingebrachten Resolutionsentwurf zu Syrien ab.

Schlimmstes Massaker seit Beginn des Aufstands
Nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte wurden in Tremsah mehr als 150 Menschen getötet. Der Chef der in London ansässigen Beobachtungsstelle, Rami Abdel Rahman, sagte, sollte sich die Opferzahl bestätigen, wäre Tremseh das schlimmste Massaker seit dem Beginn des Aufstands in Syrien im März 2011.

Bilder vom Massaker in Taramseh sorgen weltweit für Empörung und Mobilisierung

Bilder vom Massaker in Taramseh sorgen weltweit für Empörung und MobilisierungAPAweb / Shaam News Network, SNN/AP/dapd Bilder vom Massaker in Taramseh sorgen weltweit für Empörung und MobilisierungAPAweb / Shaam News Network, SNN/AP/dapd

Der Rebellenführer Abu Mohammed sprach von mehr als 200 Toten. Ein Dorfbewohner habe ihm am Telefon berichtete, dass Tremseh zehn Stunden lang beschossen worden sei. Ein Aktivist in Hama, der sich im Gespräch mit AFP Abu Ghazi nannte, sagte, die Truppen hätten eine Moschee beschossen, in der zahlreiche Menschen Zuflucht gesucht hätten. Die Moschee sei eingestürzt und habe die Menschen unter sich begraben.

"Etwa 30 Armeefahrzeuge kamen und umstellten das Dorf vollständig", sagte Ibrahim, ein Aktivist aus Tremseh. "Wer durch die Felder zu entkommen versucht, wurde beschossen." Nach den Angriffen mit Hubschraubern und Panzern seien Soldaten mit leichten Waffen in das Dorf eingedrungen, gefolgt von "mit Messern bewaffneten" Shabiha-Milizionären. "Ganze Familien wurden getötet", sagte Ibrahim.

Armee bekämpfte "Terroristen"
Die amtliche syrische Nachrichtenagentur Sana berichtete dagegen, die Armee bekämpfe eine Gruppe "Terroristen" in dem Ort Stadt und habe diesen "schwere Verluste" zugefügt. Auch drei Soldaten seien getötet worden. Eine unabhängige Überprüfung der Angaben zu den Kämpfen und den Opfern in Tremseh war zunächst nicht möglich.




Schlagwörter

Syrien, Bürgerkrieg

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Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-07-13 07:29:09
Letzte Änderung am 2012-07-13 18:16:15


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