Paris.

Die Übernahme von Paris St. Germain im vergangenen Sommer ist das bisher ambitionierteste katarische Projekt im Fußball, sieht man vom Erwerb der WM 2022 ab. Bis zur Weltmeisterschaft dauert es aber noch zehn Jahre, die Gegenwart ist der europäische Klubfußball. Mit zwei Vereinen wird Katar in der kommenden Saison in der Champions League vertreten sein. Zum einen mit Paris, dem französischen Vizemeister, zum anderen mit dem FC Málaga, dem Vierten aus Spanien. Während die Pariser der staatlichen Investorengruppe Qatar Sports gehören, hat ein katarischer Geschäftsmann, der selbstredend in Verwandtschaftsverhältnissen zum Herrscherhaus steht, den spanischen Klub übernommen.
Hinter dem Investment steht ein langfristiger Plan
Als erster Trikotsponsor des FC Barcelona in dessen Klubgeschichte hat sich das kleine Emirat via seiner Qatar Foundation auch eine Präsentationsplattform beim derzeit besten Klub in Europa geschaffen. Und angesichts der enormen Summen, die Katar in den vergangenen Jahren im Ausland veranlagt hat - auch im Sport - ist anzunehmen, dass sich das Fußball-Portefeuille noch vergrößern wird. Kolportiert wurde etwa auch ein großes Interesse an Manchester United, das allerdings vom Premierminister Scheich Hamad Al Thani dementiert wurde. "Viele Leute sprechen darüber, dass Katar dieses und jenes kaufen wird. Das steigert eben den Preis von allem, das verkauft werden soll", erklärte er.
Den Preis hochzutreiben versucht nun auch Ibrahimovics Berater Mino Raiola. Eine Einigung, erklärte er, sei noch sehr weit entfernt, "wie China von Amerika". Der Verein müsse sich im Klaren sein, "dass sie mit Ibrahomivic den Besten kaufen." Obwohl der Schwede bereits bei Juve, Inter und Barcelona gespielt hat, wird er wohl nun den besten Vertrag seiner Karriere unterzeichnen.