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Update: 20.07.2012, 08:49 Uhr
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Wirtschaftsweise Bofinger warnt Politiker

Sparpolitik im Euroraum wird überzogen



  • Führt Krisenländer noch tiefer in Rezession.

Überzogenes Sparen schadet: Wirtschaftsweiser Bofinger warnt die Politiker.

Überzogenes Sparen schadet: Wirtschaftsweiser Bofinger warnt die Politiker.APAweb / Reuters Überzogenes Sparen schadet: Wirtschaftsweiser Bofinger warnt die Politiker.APAweb / Reuters

Passau. Vor dem erwarteten Beschluss der Finanzminister der Eurozone über Milliardenhilfen für den spanischen Bankensektor hat der deutsche Wirtschaftsweise Peter Bofinger vor weiteren Sparmaßnahmen im Euroraum gewarnt. "Die Sparpolitik wird überzogen", kritisierte das Mitglied im Sachverständigenrat der Bundesregierung in der "Passauer Neuen Presse" vom Freitag. Dies führe "die Krisenländer nur noch tiefer in eine Rezession".

"Die Politik hat das Problem nicht erkannt", sagte Bofinger der Zeitung. Wenn das Sparen überzogen werde, schade dies der Konjunktur so stark, dass die finanzielle Situation eines Staats sich verschlechtere statt verbessere. "Wenn man diese Abwärtsbewegung nicht stoppt, können die Hilfen von Staaten für Staaten und Banken auch nicht allzu viel bewegen", warnte der Wirtschaftsweise.

Spanien hatte am 25. Juni offiziell Hilfe aus dem Eurorettungsfonds EFSF für seine angeschlagenen Banken beantragt. Der deutsche Bundestag stimmte am Donnerstag dem Unterstützungsprogramm von bis zu 100 Mrd. Euro zu. Am Freitag wollen die Finanzminister der Eurogruppe das Hilfspaket in einer Telefonkonferenz endgültig absegnen. Im Gegenzug muss Spanien einschneidende Sparmaßnahmen umsetzen.




Schlagwörter

Rezession, Euro-Krise

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Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-07-20 08:42:20
Letzte Änderung am 2012-07-20 08:49:28


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