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Update: 22.07.2012, 09:15 Uhr
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Debatte um Waffengesetze

"Batman"-Blutbad schockiert die USA



  • Amokläufer stellte sich der Polizei als Bösewicht "Joker" vor.

Geschockte Teenager in Aurora: Warum passiert so etwas? - APAweb / The Denver Post / Hyoung Chang

Geschockte Teenager in Aurora: Warum passiert so etwas? APAweb / The Denver Post / Hyoung Chang

Washington.  Die USA sind geschockt: Nach dem Kino-Massaker mit zwölf Toten trauern die Menschen um die Opfer. Schon am Freitagabend kurz nach der Bluttat in Aurora im Bundesstaat Colorado versammelten sich Hunderte auf dem Parkplatz gegenüber dem Kino. Die Menschen stellten Kerzen auf und legten Briefe ab. Eine seit Wochen geplante Veranstaltung gegen Gewalt wurde so zu einer Gedenkfeier für die Opfer.

Der schwer bewaffnete Amokschütze James Holmes hatte in der Nacht auf Freitag in der Mitternachtspremiere des Batman-Films aus mehreren Waffen das Feuer auf die Kinobesucher eröffnete. Zwölf Menschen starben, 58 wurden verletzt. Der Zustand von elf der Verletzten ist immer noch kritisch.

Tat von langer Hand vorbereitet

Der 18 Jahre alte Oliver Robinson war im Kino bei der Premiere des Batman-Films "The Dark Knight Rises", als der Amokschütze das Feuer eröffnete. Er hatte Glück und saß in der Nähe des Ausgangs. "Wir suchten Deckung, bis er zu schießen aufhörte. Als er nachlud, flüchteten wir", sagte er der "Denver Post". In zwei High Schools der Stadt bei Denver soll am Wochenende psychologische Unterstützung angeboten werden. Hingehen könne jeder, der diese Hilfe benötige, hatten die Behörden mitgeteilt.

Derweil rätselt die Polizei über das Motiv des Täters. Offensichtlich hatte der 24 Jahre alte Holmes seine Tat von langer Hand vorbereitet. Nach Angaben des US-Senders CNN hatte er Waffen und massenhaft Munition in den vergangenen Monaten legal erworben. Am 2. Juli kaufte Holmes online eine Kampfweste und andere Ausrüstung.

Der Todesschütze hatte sich Medienberichten zufolge die Haare rot gefärbt. Der Polizei erzählte er, er sei der Batman-Bösewicht "Joker". Der 24-Jährige sollte am Montag den Richtern vorgeführt werden.

Sprengfallen in der Wohnung

Die Sprengfallen in der Wohnung des Attentäters sind nach offiziellen Angaben mittlerweile entschärft, eine davon durch kontrollierte Sprenung.  Ob die Gefahr gebannt sei, wird sich allerdings erst beim Betreten der Wohnung zeigen: Die Sprengstofffallen seien installiert gewesen, um "jeden umzubringen, der versucht hätte, in die Wohnung zu gehen", erklärte eine Polizeisprecherin.


Debatte um Waffengesetze

Angesichts des bei der Tat benutzten Waffenarsenals appellierte New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg an Präsident Barack Obama und dessen republikanischen Herausforderer, Mitt Romney, die Waffengesetze zu verschärfen. Obama und Romney verzichteten am Freitag wegen des Massakers auf geplante Wahlkampfreden und gedachten stattdessen der Opfer. Obama hatte angeordnet, die Flaggen an allen Bundesgebäuden auf halbmast zu setzen. Am Sonntag möchte der Präsident die Familien der Opfer besuchen.

Die Sicherheitsvorkehrungen in US-Kinos wurden nach der Tat erhöht. Auch zum Batman-Filmstart in Deutschland werden verstärkte Sicherheitsmaßnahmen erwartet.




Schlagwörter

Massaker, Amoklauf, Aurora, Denver, Batman

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Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-07-21 15:53:43
Letzte Änderung am 2012-07-22 09:15:21


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