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Update: 28.07.2012, 12:48 Uhr
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Schlammschlacht des früheren Dreamteams

ÖVP und FPÖ erklären sich gegenseitig für unfähig



  • Bundes-ÖVP schießt sich auf Strache ein.
  • Rauch stellte "15 Fragen an den FPÖ-Chef", FPÖ kontert.

Es war einmal...die früheren Freundschaften zwischen FPÖ und ÖVP dürften derzeit eher kein Thema sein.

Es war einmal...die früheren Freundschaften zwischen FPÖ und ÖVP dürften derzeit eher kein Thema sein.APAweb Es war einmal...die früheren Freundschaften zwischen FPÖ und ÖVP dürften derzeit eher kein Thema sein.APAweb

Wien. Angesichts der Korruptionsaffäre in Kärnten verstärkt auch die Bundes-ÖVP den Druck auf die Freiheitlichen. Generalsekretär Hannes Rauch stellte am Samstag via Aussendung "15 Fragen an den FPÖ-Chef" Heinz Christian Strache. Unter anderem müsse dieser für Aufklärung bei der Kärntner Schwesterpartei FPK sorgen. Rauch: "Strache muss sein Schweigen endlich brechen, die Zeit des Durchschwindelns und Herumlavierens muss ein Ende haben".

Rauch fordert Strache auf, "endlich Farbe zu bekennen". Die Zahl der Malversationen und Verstrickungen in Affären steige ins Unermessliche, "ohne dass Strache auch nur mit der Wimper zuckt". Mit seinem Schweigen signalisiere der FPÖ-Chef, dass er ein solches Verhalten in seinen Reihen dulde. Dabei hätte dieser es selbst in der Hand, für klare Verhältnisse zu sorgen. "Wie viele 'Weiße Westen' gibt es noch in FPÖ und FPK?", will Rauch etwa wissen und: "Was ist los in der Kärntner FPK?"


"Der selbsternannte Saubermann"
Rauch fragt auch öffentlich, wie lange Strache die Zustände in der FPÖ ignoriere und wann "der selbsternannte Saubermann" in seinem "Parteistall" endlich saubermache. Auch einen Verhaltenskodex vermisst die ÖVP für die FPÖ und will wissen, warum eine rechtskräftige Verurteilung kein Hindernis für ein FPÖ-Nationalratsmandat sei. Weiters: "Warum wirft die FPÖ immer wieder mit Rücktrittsforderungen um sich, zieht jedoch selbst nie die Konsequenzen?"

Auch die Causa Graf lässt Rauch nicht aus: "Wie schaut es angesichts von Vorfällen wie der Gertrud Meschar Privatstiftung mit Anstand und Moral im blauen Lager aus?" und "Wie lang darf die Skandalchronik eines Martin Graf noch werden, bevor er für die FPÖ nicht mehr tragbar ist?" fragte er. Aufklärungsbedarf sieht die ÖVP außerdem im Falle der FPÖ-Parteizeitung, die angeblich Gelder von der Telekom ohne ersichtliche Gegenleistung bekommen haben soll.


Die Kärntner "Part of the game"-Affäre
Die Kärntner "Part of the game"-Affäre beschäftigt den schwarzen Generalsekretär ebenso: "Wie lange klammert sich Uwe Scheuch noch an sein politisches Amt?", wollte er in der Aussendung vom Samstag wissen und, was bei der FPÖ noch alles "Part of the game" sei. Den Kärntner Landeshauptmann Gerhard Dörfler (FPK) fragte Rauch, wann dieser die Konsequenzen aus der Affäre rund um eine Broschüre vor der Kärntner Landtagswahl ziehe.




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Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-07-28 12:41:45
Letzte Änderung am 2012-07-28 12:48:29


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