Das durch Sturm ausgelöste Unglück bei einem Mittelalterfest in Pöchlarn (Bezirk Melk) von Samstagabend hat ein Todesopfer gefordert. Ein 51-Jähriger aus der Nibelungenstadt ist in der Nacht auf Sonntag im Landesklinikum St. Pölten seinen schweren Verletzungen erlegen, teilte die NÖ Sicherheitsdirektion mit.
Orkanartige Böen im Zuge eines aufziehenden Unwetters hatten Äste eines alten Ahornbaumes im Schlosspark abgerissen, die auf Zelte stürzten und Menschen unter sich begruben. Die Personen mussten von der Feuerwehr mit Hilfe von Motorsägen befreit werden. 13 Personen wurden verletzt, fünf davon schwer.
An dem Rettungseinsatz waren drei Feuerwehren mit 55 Mann, fünf Notärzte, vier praktische Ärzte, zehn Rettungstransporter und ein -hubschrauber beteiligt. Der Park wurde über Weisung der Staatsanwaltschaft vorläufig gesperrt.
In NÖ am Samstagabend 3.140 Feuerwehrleute im Einsatz
Heftige Unwetter haben am Samstagabend in Niederösterreich 204 Feuerwehren mit 3.137 Mitgliedern beschäftigt, bilanzierte das Landesfeuerwehrkommando. In den Bezirken Horn, Melk, Gmünd, Zwettl, Krems und St. Pölten mussten knapp 400 Einsätze bewältigt werden. Es galt vor allem, Sturmschäden zu beseitigen. Besondern schlimm war die Lage in den Bezirken Krems und Melk, wo Dutzende umgestürzte Bäume bzw. abgerissene Äste von Dächern, Fahrzeugen und Straßen entfernt werden mussten - und bei einem Mittelalterfest in Pöchlarn (Bezirk Melk) sogar ein Todesopfer und zwölf Verletzte forderten.
Allein in Krems gab es nach Angaben der Feuerwehr der Stadt bis 22.00 Uhr 33 Unwettereinsätze, kurz nach 18.00 Uhr waren die ersten Alarme eingegangen. In der Ringstraße seien ganze Bäume ausgerissen worden und selbst schwere Baustellenabsperrungen hielten dem Sturm nicht mehr stand. In Krems - Weinzierl wurde von einem Mehrfamilienhaus das Blechdach, auf sich eine Solaranlage befand, vom Sturm aufgehoben und umgeknickt. Weiters wurden einige Brandmeldeanlagen im Stadtgebiet ausgelöst, als Grund stellte sich Wassereintritt heraus.
Laut "144 - Notruf NÖ" wurde auch im Bezirk Krems eine Person verletzt. Im selben Zeitraum, in dem die Rettungskräfte und Ärzte alle Hände voll zu tun hatten, die Verletzten der Veranstaltung in Pöchlarn zu versorgen, wurden im Stadtgebiet drei internistische Notfälle verzeichnet. Niederösterreichweit waren es bis 21.00 Uhr 124 Einsätze im Regelbetrieb.
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