• vom 29.07.2012, 19:07 Uhr

Top News

Update: 30.07.2012, 09:58 Uhr
  • Artikel
  • Kommentare (1)
  • Lesenswert (5)
  • Drucken
  • Leserbrief
  • Empfehlen/Teilen



200.000 Menschen auf der Flucht

Großoffensive der syrischen Armee in Aleppo



  • Regimetruppen setzten laut Rebellen Raketenwerfer und Jets ein.

Aleppo im Kriegszustand: Die syrischen Regierungstruppen haben eine Großoffensive gegen die Rebellen in der Millionenmetropole gestartet.

Aleppo im Kriegszustand: Die syrischen Regierungstruppen haben eine Großoffensive gegen die Rebellen in der Millionenmetropole gestartet.APAweb/Reuters Aleppo im Kriegszustand: Die syrischen Regierungstruppen haben eine Großoffensive gegen die Rebellen in der Millionenmetropole gestartet.APAweb/Reuters

Aleppo/Beirut/Damaskus/Kairo. Aleppo im Kriegszustand: Die syrischen Regierungstruppen haben eine Großoffensive gegen die Rebellen in der Millionenmetropole gestartet. Unterstützt von Militärjets, Kampfhubschraubern und schwerer Artillerie rückten Panzer und Soldaten auch am Montag gegen die Stellungen der aufständischen Freien Syrischen Armee (FSA) vor.

Vor allem werde das südwestliche Viertel Salaheddin, wichtigster Stützpunkt der oppositionellen Freien Syrischen Armee, bombardiert, teilten Rebellen in der Region mit. Nach Angaben der Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte in London beschossen die Aufständischen ihrerseits ein Gebäude des Geheimdiensts der syrischen Luftwaffe im Stadtteil Al-Sahira.

Der Syrien-Sondervermittler Kofi Annan appellierte an die Konfliktparteien, jedes weitere Blutvergießen zu verhindern. Der französische Präsident François Hollande forderte den UNO-Sicherheitsrat auf, so schnell wie möglich einzugreifen. In Jordanien, wohin sich derzeit täglich 2.000 Syrer retten, öffnete ein Flüchtlingslager mit  Platz für 140.000 Menschen.


APAweb/AP APAweb/AP


Gespräche über Übergangsregierung
Der oppositionelle Syrische Nationalrat kündigte Gespräche zur Bildung einer Übergangsregierung an. Ein erstes Treffen sei für diesen Dienstag in Kairo geplant, sagte Nationalratsmitglied Halit Hoca am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur in Istanbul. Ziel sei es, außerhalb Syriens eine Regierung zu bilden in Opposition zu dem Regime von Präsident Bashar al-Assad.

In Syrien wurden allein am Samstag nach Angaben der oppositionellen Lokalen Koordinierungskomitees landesweit mindestens 160 Menschen getötet, davon mindestens 33 in Aleppo. Unter den Toten waren demnach auch mehr als 20 Kinder. Auch aus den Provinzen Damaskus-Land, Homs, Hama, Idlib und Daraa wurden Kämpfe gemeldet. In der Ortschaft Sheikh Meskin (Provinz Daraa) sollen 21 Menschen getötet worden sein. Viele von ihnen seien hingemetzelt und ihre Leichen verbrannt worden, berichteten Aktivisten.

Mit Blick auf Aleppo berichteten die syrischen Menschenrechtsbeobachter in London von der bisher schwersten militärischen Konfrontation in Syrien seit dem Beginn der Revolte gegen Machthaber Assad im März 2011. Trotz der Eskalation verbuchten die Regimetruppen bis zum Sonntagnachmittag keine nennenswerten Gebietsgewinne. "Unsere Positionen sind unverändert", sagte Rebellenkommandeur Abu Omar al-Halebi der dpa.




Schlagwörter

Aleppo, Beirut, Iran, Syrien, USA

1 Leserkommentar




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)



Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-07-29 13:11:22
Letzte Änderung am 2012-07-30 09:58:04


Werbung



Beliebte Inhalte



Emmelie de Forest holt den nächsten Song Contest nach Dänemark. - APAweb / AP / Alastair Grant
  • Emmelie de Forest setzte sich mit "Only teardrops" gegen 25 Konkurrenten durch.
  • weiter

Dänemark ist der Gewinner des heurigen Eurovision Song Contest. Die 20-jährige Emmelie de Forest setzte sich im schwedischen Malmö mit ihrem Song...weiter

Auch SARS geht auf das Konto der Corona-Viren - APAweb / AP / Health Protection Agency
  • 41 Fälle weltweit, die Hälfte der Erkrankten starb.
  • weiter

Jon Bon Jovi stand glücklich im Regen. - APAweb/Herbert Pfarrhofer
  • Pollen konnten dem Sänger diesmal nichts anhaben.
  • weiter

Volksschulwand vorher (links) und nachher (rechts) - Bild: Andreas Praefcke An einer Volksschule in Wien mussten nach dem Protest der Mutter einer Schülerin die Kreuze in allen Klassenzimmern entfernt werden...weiter

Reinhard Göweil In Tirol liebäugelt die ÖVP-Führung mit einer Koalition mit den Grünen. In Salzburg geht sich das zwar rechnerisch nicht aus...weiter

  • Der Streit um religiöse Symbole ist ein Nebenschauplatz
  • weiter

"Bevor uns das Rohöl ausgeht, geht uns das Wasser aus" , ist Brabeck-Letmathe überzeugt. - dpa
  • Spitzenmanager über Europas Defizite und emotionale Debatten.
  • weiter





Frankreich: Amandine Bourgeois - "L'enfer et moi"

Der Teil einer Installation des pakistanischen Künstlers von Imran Qureshi im Metropolitan Museum in New York. Die letzten Stufen werden noch eingekleidet, und dann kanns los gehen:

18. 5. 2013: Ein lesbisches Paar in Myanmar: Der "Internationale Tag gegen Homophobie" geriet weltweit zu einem bunten und eindringlichen Protest gegen Diskriminierung. Noch herrscht auf der Croisette vor dem Palais des Festivals in Cannes die Ruhe vor dem Sturm.

Werbung