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Update: 02.08.2012, 13:47 Uhr
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Anwohner berichten von 35 ermordeten Personen in Vorort von Damaskus

Syrien: Regime soll Blutbad angerichtet haben



  • USA zahlen 25 Millionen Dollar für syrische Rebellen.

Nach Angaben von Zivilisten und Menschenrechtlern haben syrische Soldaten in einem Vorort der Hauptstadt Damaskus mindestens 35 Menschen getötet. Bei den Toten handelt es sich demnach mehrheitlich um Zivilisten. Ein Bewohner sagte am Donnerstag per Telefon der Nachrichtenagentur Reuters, Panzer und Soldaten seien am Mittwoch vorgerückt und hätten gezielt nach jungen Männern gesucht. Nach der Razzia seien mindestens 35 Leichen gefunden worden, sagte ein Bewohner. Menschenrechtler sprachen ebenfalls von 35 Leichen. Ein anderer Anwohner bezifferte die Zahl der Toten mit mindestens 50.

Eine Frau müht sich durch Schutt in Aleppo. Die Wirtschaftsmetropole ist derzeit heftig umkämpft.

Eine Frau müht sich durch Schutt in Aleppo. Die Wirtschaftsmetropole ist derzeit heftig umkämpft.APAweb/Reuters/Goran Tomasevic Eine Frau müht sich durch Schutt in Aleppo. Die Wirtschaftsmetropole ist derzeit heftig umkämpft.APAweb/Reuters/Goran Tomasevic

Fast alle der Opfer seien erschossen worden, sagte der Bewohner. Viele Leichen wiesen Schüsse in Gesicht, Kopf oder Nacken auf. Die Menschen seien in ihren Häusern, Wohnungen oder im Garten getötet worden. Das syrische Staatsfernsehen berichtete unterdessen, Dutzende Terroristen hätten sich ergeben oder seien getötet worden, als die Armee eine Razzia in dem Vorort unternommen habe.

Luftangriffe auf Aleppo
Im Kampf um Aleppo lässt das Regime von Präsident Assad unterdessen die Millionenstadt von Kampfjets aus der Luft bombardieren. UNO-Beobachter hätten das mit eigenen Augen gesehen, sagte eine Sprecherin der Mission in Damaskus.

Die UNO-Beobachter berichteten auch, dass die Aufständischen weiter aufrüsteten und inzwischen sogar Panzer hätten. Die Herkunft war zunächst unklar. Die Freie Syrische Armee (FSA) wird von den Golfstaaten Katar und Saudi-Arabien unterstützt. Es ist aber auch zu vermuten, dass die Aufständischen bei ihren jüngsten Eroberungen selbst Waffen erbeutet haben. Auch das Regime mache "intensiven Gebrauch" von schweren Waffen, darunter Helikopter, Panzer, Artillerie und schwere Maschinengewehre.

Nach eigenen Angaben stehen die Rebellen derzeit vor der historischen Zitadelle der Millionenmetropole. Die auf einem Hügel stehende 800 Jahre alte Festung, die einst als Symbol für arabische Militärmacht stand und zuletzt Touristenattraktion war, war knapp 200 Meter vom vordersten Posten der Aufständischen entfernt. Auf der zur Zitadelle führenden Hauptstraße seien sie in den vergangenen zwei Tagen nur wenige Meter vorangekommen, berichteten Kämpfer. Sie markierten die Grenze des gewonnenen Bodens mit einem quer auf der Straße stehenden verbeulten roten Bus, über dem die grün-weiß-schwarze Flagge der Rebellen flatterte.




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Syrien

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Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-08-02 08:32:17
Letzte Änderung am 2012-08-02 13:47:05


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