• vom 04.08.2012, 17:45 Uhr

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Update: 04.08.2012, 18:02 Uhr
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US-Amerikanerin mit Gala-Vorstellung zu Olympia-Gold

Serena Williams begeisterte mit Power-Tennis



  • Maria Scharapowa deklassiert.

Serena Williams ist auf Rasen nicht zu schlagen. Die US-Amerikanerin holte sich Olympia-Gold.

Serena Williams ist auf Rasen nicht zu schlagen. Die US-Amerikanerin holte sich Olympia-Gold.APAweb / AP Serena Williams ist auf Rasen nicht zu schlagen. Die US-Amerikanerin holte sich Olympia-Gold.APAweb / AP

London. Serena Williams ist am Samstag in Wimbledon in unwiderstehlicher Weise zum Olympia-Sieg im Einzel gestürmt. Die 30-jährige US-Amerikanerin fegte im Damen-Endspiel der XXX. Olympischen Sommerspiele die Russin Maria Scharapowa in nur 63 Minuten mit 6:0,6:1 ab und komplettierte damit ihren "Golden Slam". Die insgesamt 14-fache Major-Siegerin hüpfte im Anschluss an das Spiel vor Freude und zeigte dem Publikum sogar noch ein kleines Tänzchen.

Williams verhinderte damit auch, dass Scharapowa am Montag zur neuen Nummer 1 der Tennis-Welt wird. Die aktuelle Nummer 4 der Welt hat auch ein wohl einzigartiges Double geschafft, denn erst vor vier Wochen hatte sie ebenfalls an der Church Road ihren insgesamt fünften Wimbledon-Titel geholt. Zwei Einzel-Titel in Wimbledon innerhalb von vier Wochen: Ein Kunststück, das am Sonntag auch Roger Federer gegen Andy Murray schaffen möchte.

Dritter Olympia-Sieg
Es war bereits der dritte Olympiasieg für Williams, aber der erste im Einzel. Von der Abgebrühtheit, die sie zuvor auf dem Platz gezeigt hatte, war im Anschluss nichts mehr zu sehen. Wenn man bedenkt, was Williams alles durchgemacht hat, ist dies auch verständlich. Im Februar 2011 erlitt sie eine lebensbedrohliche Lungenembolie und war schon zuvor wegen einer Fußverletzung außer Gefecht gewesen. Heuer schaffte sie in Wimbledon ihren ersten Grand-Slam-Triumph nach dieser schwierigen Zeit, nun gelang ihr am gleichen Schauplatz auch die Krönung ihrer so erfolgreichen Karriere. An der Seite ihrer Schwester Venus hat Serena außerdem noch die Chance auf ein drittes Doppel-Gold im Zeichen der Fünf Ringe.

Den "Golden Slam", also Olympia-Gold im Einzel zusätzlich zu Siegen in allen vier Majors, hatte zuvor nur Steffi Graf bei den Damen geschafft. Die Deutsche hatte dies 1988 sogar innerhalb eines Jahres geschafft. Diese Superlative wird Graf vielleicht für immer alleine gehören.

Power-Tennis
Williams benötigte im All England Club gegen die bemitleidenswerte Scharapowa nur eine Stunde Spielzeit und gab im gesamten Turnierverlauf in sechs Matches nur 17 Spiele ab. Von Beginn an ließ die Nummer 4 der Tenniswelt im Finale keinen Zweifel aufkommen, wer die überragende Tennisspielerin des Olympia-Turniers ist. Die 30-Jährige legte mit einem zu null gewonnenen Aufschlagsspiel los - drei der vier Punkte waren Asse. Im Duell der beiden in Florida lebenden Glamour Girls überpowerte sie die russische Fahnenträgerin der Eröffnungsfeier - nach lediglich 30 Minuten stand es im ungleichen Duell 6:0.

Die Zuschauer auf dem Centre Court feierten Scharapowas einzigen Spielgewinn nach 45 Minuten mit warmem Applaus. Ansonsten waren bei Fans und Reportern vor allem ungläubige "Wow"-Laute zu vernehmen - angesichts einer überragenden Williams-Demonstration. Die Afroamerikanerin baute ihre Bilanz gegen die French-Open-Siegerin und Weltranglisten-Dritte Scharapowa auf 9:2 aus.

Bereits vor dem Finale hatte sich die weiterhin Weltranglisten-Erste Wiktoria Asarenka aus Weißrussland gegen Maria Kirilenko (RUS) mit einem 6:3,6:4-Erfolg die Bronzemedaille gesichert.




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Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-08-04 17:48:02
Letzte Änderung am 2012-08-04 18:02:27


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