• vom 06.08.2012, 07:12 Uhr

Top News

Update: 06.08.2012, 12:29 Uhr
  • Artikel
  • Lesenswert (1)
  • Drucken
  • Leserbrief
  • Empfehlen/Teilen



Bürgermeister rief zur Verschrottung aller Atomwaffen auf

Hiroshima gedenkt des Atombombenabwurfs vor 67 Jahren



  • Die Zahl der Todesopfer belaufe sich jetzt auf mehr als 280.000.
  • Japaner protestieren gegen AKW nach Fukushima-Katastrophe.

Die japanische Stadt Hiroshima hat am Montag des ersten Atombombenabwurfs vor 67 Jahren gedacht. Der Bürgermeister von Hiroshima, Kazumi Matsui, rief zur Verschrottung aller Atomwaffen auf der Welt auf.

Die japanische Stadt Hiroshima hat am Montag des ersten Atombombenabwurfs vor 67 Jahren gedacht. Der Bürgermeister von Hiroshima, Kazumi Matsui, rief zur Verschrottung aller Atomwaffen auf der Welt auf.APAweb/U.S. Army via Hiroshima Peace Memorial Museum, HO, File/AP/dapd Die japanische Stadt Hiroshima hat am Montag des ersten Atombombenabwurfs vor 67 Jahren gedacht. Der Bürgermeister von Hiroshima, Kazumi Matsui, rief zur Verschrottung aller Atomwaffen auf der Welt auf.APAweb/U.S. Army via Hiroshima Peace Memorial Museum, HO, File/AP/dapd

Tokio/Wien. Die japanische Stadt Hiroshima hat am Montag des ersten Atombombenabwurfs vor 67 Jahren gedacht. Bei der Gedenkfeier protestierten zahlreiche Menschen gegen die Atomkraft. Sie fürchten weitere Katastrophen wie jene in Fukushima. Der Bürgermeister von Hiroshima, Kazumi Matsui, rief zur Verschrottung aller Atomwaffen auf der Welt auf.

  Er forderte die Führer aller Atommächte auf, Hiroshima zu besuchen. Insgesamt 50.000 Menschen erinnerten am Montag an die Katastrophe im Jahr 1945, darunter zahlreiche Teilnehmer aus der Region um Fukushima. Die japanische Regierung hatte nach dem Erdbeben und dem Tsunami in Fukushima die Abschaltung aller 50 Reaktoren im Land angeordnet. Anfang Juli gingen die ersten Reaktoren trotz Protesten in der Bevölkerung aber wieder ans Netz. Das AKW Fukushima war bei dem Unglück schwer beschädigt worden, es kam zur Kernschmelze, große Gebiete wurden radioaktiv verseucht. Es war der schwerste Atomunfall seit der Tschernobyl-Katastrophe 1986.

 
Verstrahlte Opfer bis heute
Am 6. August 1945 um 8.15 Uhr (Ortszeit) hatten die Amerikaner die Atombombe über dem westjapanischen Hiroshima abgeworfen. Am 9. August wurde Nagasaki Ziel eines Atomangriffs. Auch heute sterben immer noch verstrahlte Opfer. Die Zahl der Todesopfer belaufe sich jetzt auf mehr als 280.000. Seit der letzten Gedenkveranstaltung vor einem Jahr seien 5.729 Namen hinzugekommen, berichtete der Fernsehsender NHK.

  Unter den Teilnehmern der Gedenkfeier war auch ein Enkel von US-Präsident Harry Truman. Truman hatte den Einsatz der Atombomben angeordnet. Er könne über die Entscheidung seines Großvaters nicht urteilen, sagte Clifton Daniel. "Ich lebe zwei Generationen später. Es ist jetzt meine Verantwortung alles zu tun, damit wir niemals wieder Atomwaffen einsetzen."

 
Hiroshima-Aktion in Wien
Die Wiener Friedensbewegung hat für den Montag wird gemeinsam mit der Hiroshima Gruppe Wien ihre traditionelle Veranstaltung zum Gedenken an die Opfer der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki angekündigt. Dabei werden ab 18.00 Uhr Friedenslieder gesungen und Stellungnahmen für eine Welt ohne Atomwaffen und ohne Krieg veröffentlicht. Von Bundespräsident Heinz Fischer wurde eine Grußadresse angekündigt.

  "Die Wiener Hiroshima-Gruppe wurde vor drei Jahren von einer Japanerin in Wien gegründet. Seit damals gibt es jedes Jahr eine Hiroshima-Aktion in  Wien", betont Andreas Pecha, ehrenamtlicher Sekretär des Wiener Friedensbüro. "Wir hoffen, dass es nicht noch einmal dreißig Jahre dauert, bis die Atomwaffen abgeschafft sind."




Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-08-06 07:19:14
Letzte Änderung am 2012-08-06 12:29:31


Werbung



Beliebte Inhalte



Auch in Ankara ging die Polizei mit Tränengas nicht sparsam um - nun kommt es zu Engpässen. - APAweb / REUTERS / Dado Ruvic
  • Lage in Istanbul ruhig - OSZE kritisch - FPÖ und BZÖ fordern Abbruch von Beitrittsgesprächen.
  • weiter

Die am Mittwoch angemeldete Insolvenz des Bauriesen Alpine ist eine der größten Pleiten der Zweiten Republik und könnte vom Volumen der Verbindlichkeiten her alles bisher Dagewesene übertreffen. - APAweb/dpa/dpaweb
  • 6.483 Dienstnehmer und 8.000 Gläubiger betroffen.
  • Erste Gläubigerversammlung findet am 4. Juli statt.
  • weiter

Arbeiten in der prallen Sonne: Besonders Bauarbeiter stöhnen unter der Hitze. - apa/Hans Klaus Techt
  • Baufirmen können Arbeiter ab 35 Grad Außentemperatur bezahlt freistellen.
  • weiter

An der Existenz des Bauriesen hängen Tausende Jobs. Die Alpine selbst beschäftigt rund 15.000 Mitarbeiter (zu gleichen Teilen im In- und Ausland). - APAweb/BARBARA GINDL
  • Geschäftsführung strebt Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung an
  • weiter

Bernd Wiegand konnte es nur falsch machen. Er hatte keine andere Chance. Bernd Wiegand - das ist der Oberbürgermeister von Halle an der Saale...weiter

Kindergarten ab eins und Ganztagsschule: für Brandsteidl die beste Lösung. - Radule Bozinovic/KOSMO
  • Stadtschulratspräsidentin hält Trennung von deutsch- und nichtdeutschsprachigen Kindern für wenig sinnvoll.
  • weiter

Veganes Urgestein Chen Huang versorgt Wiens Veganer mit dem Nötigsten. - Mazak
  • Wien ist Stadt mit höchster Dichte an veganen und vegetarischen Restaurants.
  • weiter

Die US-Geheimdienste lesen mit. - © Andrea Danti - Fotolia.com
  • Unter Barack Obama wurde das Programm noch ausgeweitet.
  • weiter





Schwere Unwetterschäden nach einem Murenabgang im Ortskern von Hallstatt aufgenommen am Mittwoch, 19. Juni 2013. Nach einem heftigen Unwetter ist der Mühlbach über die Ufer getreten wobei eine Mure den Ortskern von Hallstatt im oberösterreichischen Salzkammergut beschädigt hat.

Ein Fahrrad an einer Kreuzung mitten im 9. Bezirk war der etwas ungewöhnliche Rastplatz für ein Bienenvolk. Guten Tag, Lubango! Der Giraffen-Junge kam am Samstag, 15. Juni, zur Welt.

19.6.2013: Ein Turopolje-Schwein schwimmt in einem Teich im Tierpark in Schleswig-Holstein. Die robusten Schweine stammen ursprünglich aus den Flussniederungen der Save in Kroatien. Die Turopolje sind ausgezeichnete Schwimmer, die sich bei Überschwemmungen die Nahrung auch unter Wasser suchen und sogar nach Muscheln tauchen. Kunstraub der anderen Art: Von einer Hauswand  in London ausgemeißelt wurde im Februar das Banksy-Graffitikwerk "Slave Labour". Kurz darauf tauchte es bei einem Auktions-Haus in Miami in Florida wieder auf. Am 2. Juni wiederum wurde es trotz Proteste um 1,1 Millionen Dollar in London versteigert. Das Kulturbild der Woche geht nun für zwei Wochen auf Urlaub und ist am 24.Juni wieder zurück.

Werbung