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Update: 07.08.2012, 16:07 Uhr
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Industrieminister sieht keine wirtschaftlichen Probleme

Ein Japan ohne AKWs ist möglich



  • Geänderte Energiepolitik nach Fukushima

Der Reaktor Fukushima I (Dai Ichi) nach dem Earthquake und Tsunami am 16.3.2011 - Digital Globe - Creative Commons

Der Reaktor Fukushima I (Dai Ichi) nach dem Earthquake und Tsunami am 16.3.2011 Digital Globe - Creative Commons

Ein Ausstieg aus der Atomenergie würde sich nach Einschätzung des japanischen Industrieministers Yukio Edano nicht negativ auf die Wirtschaft des Landes auswirken. Er halte einen Ausstieg bis 2030 für möglich, sagte Edano am Dienstag in Tokio. Die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt dürfte davon nicht beeinträchtigt werden, im Gegenteil könnten mit den Bemühungen zum Ausbau erneuerbarer Energien und der Verbesserung von Energieeffizienz sogar die Chancen für Wachstum erhöht werden.

Die japanische Regierung arbeitet derzeit an einer neuen Energiepolitik, nachdem das verheerende Erdbeben und der anschließende Tsunami 2011 im Atomkraftwerk Fukushima die schwerste Atomkatastrophe in der Geschichte des Landes ausgelöst hatte.

Alle 50 Reaktoren des Landes wurden daraufhin heruntergefahren. Angesichts drohender Stromengpässe gingen zwei Reaktoren inzwischen wieder ans Netz, was in der Bevölkerung auf bisher beispiellose Proteste stieß.

Bis Ende des Jahres will Ministerpräsident Yoshihiko Noda das neue Energiekonzept vorlegen. Die Optionen reichen dabei von einem vollständigen Ausstieg aus der Atomenergie bis 2030 bis zur Versorgung des Landes zu einem Drittel durch Atomkraft, wie es bereits vor der Atomkatastrophe der Fall war. Von der Regierung benannte Experten gehen davon aus, dass das Wirtschaftswachstum des Landes durch einen kompletten Atomausstieg bis 2030 zwischen 1,2 und 7,6 Prozent schrumpfen könnte.




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Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-08-07 15:13:36
Letzte Änderung am 2012-08-07 16:07:23


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