London. (rie) Träumen darf man ja - aber damit war nicht wirklich zu rechnen. Hürdensprinterin Beate Schrott sorgte am Dienstagabend für eine der wenigen wirklich positiven Überraschungen aus österreichischer Sicht bei den Olympischen Spielen in London.

Schrott qualifizierte sich für den Endlauf über 100 Meter Hürden. Mit 12,83 Sekunden belegte die Niederösterreicherin im ersten Semifinallauf Platz zwei hinter der US-Amerikanerin Dawn Harper und schaffte damit die direkte Qualifikation für den Endlauf. Da konnte sie dann an ihre Halbfinalzeit nicht ganz anschließen. Am Ende landete Schrott mit einer Zeit von 13,07 Sekunden auf Rang acht. "Ein Traum ist in Erfüllung gegangen", sagte Schrott nach ihrem Finalauftritt im ORF-Interview, auch wenn sie mit der Zeit nicht ganz zufrieden war.
Der Sieg ging in 12,35 Sekunden an die australische Top-Favoritin Sally Pearson, die sich knapp vor Dawn Harper (12,37) durchsetzte. Auf Rang drei landete Kellie Wells (USA/12,48).Im Halbfinale lag Schrott zunächst zurück, sie überzeugte aber mit einem großartigen Finish - brachte den Rumpf beim Zieleinlauf die entscheidenden Millimeter nach vorne, womit sie ihre beiden fast gleichauf liegenden Kontrahentinnen in Schach hielt.
"Kann es nicht fassen"
"Es ist unglaublich, ich kann es nicht fassen. Ich habe mir Mitte des Laufes einfach gedacht, jetzt musst du noch mal alles geben", sagte die 24-Jährige, die mit dem Halbfinaleinzug schon ihr Ziel erreicht hatte.
Schrott lag mit ihrer Halbfinalzeit nur 1/100-Sekunde über ihrem österreichischem Rekord.