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Update: 20.08.2012, 13:44 Uhr
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Mathematische Formeln stecken überall im digitalen Alltag

Ohne Algorithmen siegt Chaos


Von Gregor Kucera

  • Amazon, Facebook und Google: Alle arbeiten mit mathematischen Formeln.

Auch der Rubikwürfel ist mit einem Algorithmus lösbar.

Auch der Rubikwürfel ist mit einem Algorithmus lösbar.APAweb/dpa/Pleul Auch der Rubikwürfel ist mit einem Algorithmus lösbar.APAweb/dpa/Pleul

Wien. Jede Suchanfrage bei Google, jede Bestellung bei Amazon und jedes "Gefällt mir" auf Facebook ist Teil eines großen digitalen Kreislaufs. Was immer Anwender im Internet machen, ist eine wichtige uns brauchbare Information für die Konzerne im Online-Geschäft. Nicht nur für personalisierte Werbung, sondern auch um den Nutzern einen sinnvollen Überblick über die unendlichen Weiten zu geben. Doch woher weiß Amazon eigentlich, was ich lesen will? Warum zeigt Google bei der Suchanfrage "Paris Hilton" dem einen User Fotos der bekannten Society-Größe, während der andere ein Hotel in der französischen Hauptstadt vorgesetzt bekommt? Alles nur Glück? Zufall im Chaos? Oder die Verkettung von bezahlten Anzeigen? Mitnichten.

Das Leben besteht aus Wissen und Information. Im Internet finden sich Unmengen an Daten, Bildern, Links und Nachrichten. Doch wie findet man sich in diesem Chaos eigentlich zurecht? Eine mathematische Antwort darauf ist komplex. Wer sie hat, kann damit reich werden. Doch die simple Antwort darauf lautet: Algorithmen.

Jeder verwendet die mathematischen Formeln für Prognosen und Erwartungen, jeder Online-Konzern schlägt Kapital aus ihnen, und daher verrät sie auch niemand. Doch was versteckt sich hinter den Algorithmen? Was tun sie? Wer nutzt sie? Und vor allem: Sind sie lediglich ein weiterer Schritt zum gläsernen Menschen oder hat all dies auch einen Nutzen? Eine wissenschaftliche Betrachtung finden Sie im nebenstehenden Artikel, hier nun der Blick in den digitalen Alltag und die Erkenntnis, dass Algorithmen überall sind – aber das ist gut so.

Aus Chaos Ordnung machen
Der Großmeister in Sachen Algorithmen ist sicherlich Google. Auch wenn die mathematischen Formeln seit geraumer Zeit in unterschiedlichsten Bereichen des menschlichen Lebens, auch schon lange vor dem Internet, zur Prognose von Ereignissen eingesetzt wurden, so hat doch erst Google aufgezeigt, dass der Besitz und die Nutzung einer kleinen Formel ein Riesengeschäft sein kann. Google lieferte den Anwendern, was sie suchten. Nicht mehr und nicht weniger. Und ist damit bis heute die unangefochtene Nummer eins unter den Suchmaschinen. Kein Wunder also, dass der Google-Algorithmus eines der am besten gehüteten Geheimnisse der Welt sind. Vergleichbar wahrscheinlich nur mit der vielzitierten und geheimnisumwitterten Original-Rezeptur von Coca Cola.




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Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-08-11 11:42:35
Letzte Änderung am 2012-08-20 13:44:05


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