• vom 15.08.2012, 12:53 Uhr

Top News

Update: 15.08.2012, 16:00 Uhr
  • Artikel
  • Fotosstrecke
  • Kommentare (1)
  • Lesenswert (7)
  • Drucken
  • Leserbrief
  • Empfehlen/Teilen



Australisches Gericht weist Klage der Tabakindustrie ab

Zigaretten in der Einheitspackung


Von Gerald Jatzek

So sollen Zigarettenpackungen in Australien ab Jahresende aussehen. - Australian Dept. of Health

So sollen Zigarettenpackungen in Australien ab Jahresende aussehen. Australian Dept. of Health

Das Oberste Gericht Australiens hat der Beschwerde von Tabakfirmen gegen neue Verpackungsgesetze nicht stattgegeben. Ab Ende des Jahres müssen in Downunder Zigaretten in einheitlichen olivfarbenen Schachteln mit abstoßenden Fotos von kranken Organen verkauft werden. Die Marken dürfen nur noch klein und in einheitlicher Schrift auf der Verpackung stehen.

In einem kurzen Statement gab das Gericht bekannt, dass zumindest die Mehrheit der Richter in dem Gesetz keinen Verstoß gegen Australiens Verfassung sieht. Die Urteilsbegründung wird nachgereicht. Die Tabakfirmen klagten, mit der Vorschrift raube die Regierung den Firmen ihre Markenrechte.

Das Gesetz, das im Dezember in Kraft tritt, verbietet den Einsatz von Logos, Marken, Schriftzügen, Symbolen, Farben und Bildern mit Ausnahme der Fotos von kranken Organen. Die Gesundheitswarnungen müssen 75% der Vorderseite und 90% der Rückseite einnehmen.

Die Tabakunternehmen glauben, dass davon nur Zigarettenfälscher profitieren werden, deren Geschäft durch die Einheitsverpackung wesentlich einfacher wird. Die australische Regierung ist davon überzeugt, mit der Maßnahme und weiteren Preiserhöhungen den Anteil der Raucher von 16,6 Prozent bis 2018 auf 10 Prozent zu drücken. Der Einfluss von Schockbildern ist allerdings umstritten. Psychologen haben mehrmals auf den rasch eintretenden Gewöhnungseffekt verwiesen.

Folgen weitere Staaten?

Der Direktor des McCabe Centre für Recht und Krebs, Jonathan Liberman, begrüßte die Entscheidung und gab seiner Hoffnung auf die Übernahme der Gesetzgebung durch weitere Staaten Ausdruck. Einheitspackungen werden zur Zeit in Großbritannien, Neuseeland und Indien diskutiert. Auch in der EU hat es bereits Vorstöße in der Richtung gegeben.




1 Leserkommentar




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)



Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-08-15 12:55:36
Letzte Änderung am 2012-08-15 16:00:54


Werbung



Beliebte Inhalte



Hier wird vereint, was vor ein paar Jahren für Kopfschütteln sorgte. - Mazak
  • Am 23. Mai eröffnet die Wohngemeinschaft offiziell ihre Pforten.
  • weiter

Emmelie de Forest holt den nächsten Song Contest nach Dänemark. - APAweb / AP / Alastair Grant
  • Emmelie de Forest setzte sich mit "Only teardrops" gegen 25 Konkurrenten durch.
  • weiter

Die einzige Sendung, in der mit Akzent gesprochen wird. Im Bild die Moderatoren Lakis Jordanopoulos und Silvana Meixner. - ORF
  • ORF: "Migrationshintergrund kein Ausschlussgrund für eine Redaktion."
  • weiter

Jon Bon Jovi stand glücklich im Regen. - APAweb/Herbert Pfarrhofer
  • Pollen konnten dem Sänger diesmal nichts anhaben.
  • weiter

Volksschulwand vorher (links) und nachher (rechts) - Bild: Andreas Praefcke An einer Volksschule in Wien mussten nach dem Protest der Mutter einer Schülerin die Kreuze in allen Klassenzimmern entfernt werden...weiter

Reinhard Göweil In Tirol liebäugelt die ÖVP-Führung mit einer Koalition mit den Grünen. In Salzburg geht sich das zwar rechnerisch nicht aus...weiter

  • Der Streit um religiöse Symbole ist ein Nebenschauplatz
  • weiter

"Bevor uns das Rohöl ausgeht, geht uns das Wasser aus" , ist Brabeck-Letmathe überzeugt. - dpa
  • Spitzenmanager über Europas Defizite und emotionale Debatten.
  • weiter





Frankreich: Amandine Bourgeois - "L'enfer et moi"

Der Teil einer Installation des pakistanischen Künstlers von Imran Qureshi im Metropolitan Museum in New York. Die letzten Stufen werden noch eingekleidet, und dann kanns los gehen:

18. 5. 2013: Ein lesbisches Paar in Myanmar: Der "Internationale Tag gegen Homophobie" geriet weltweit zu einem bunten und eindringlichen Protest gegen Diskriminierung. Noch herrscht auf der Croisette vor dem Palais des Festivals in Cannes die Ruhe vor dem Sturm.

Werbung