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Update: 16.08.2012, 21:41 Uhr
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Jäger fand Toten

Fall Rebasso: Leiche in Wald in NÖ gefunden



  • Leichnam war vergraben.
  • DNA-Abgleich am Freitag.

In einem Waldstück bei Königstetten in Niederösterreich ist am Donnerstag vermutlich die Leiche des entführten Wiener Wirtschaftsanwalts Erich Rebasso gefunden worden. - APAweb / Herbert Pfarrhofer

In einem Waldstück bei Königstetten in Niederösterreich ist am Donnerstag vermutlich die Leiche des entführten Wiener Wirtschaftsanwalts Erich Rebasso gefunden worden. APAweb / Herbert Pfarrhofer

Wien. In einem Waldstück bei Königstetten in Niederösterreich ist Donnerstagvormittag vermutlich die Leiche des entführten Wiener Wirtschaftsanwalts Erich Rebasso gefunden worden. Der vergrabene Tote wurde zufällig von einem Jäger entdeckt, berichtete die Polizei. Mittels DNA-Probe muss die Polizei nun überprüfen, ob es sich tatsächlich um den Advokaten handelt. Ein Ergebnis soll am Freitag vorliegen. Wie die APA erfuhr, lassen die Kleidung und das Alter des gefundenen Toten stark auf den verschwundenen Rebasso schließen.

Seit dem 27. Juli wurde fieberhaft nach dem Anwalt gesucht. Er dürfte von zwei Männern in einer Tiefgarage am Georg-Coch-Platz in der Wiener Innenstadt überwältigt und entführt worden sein, als er auf dem Weg zu einem Außentermin war. Auf Aufnahmen aus einer Überwachungskamera ist zu sehen, wie ein fremder Mann zunächst mit Rebassos Mercedes und danach ein weiterer Mann mit einem Mietwagen aus der Garage fährt. Der Mercedes wurde vier Tage später auf dem Parkplatz eines Einkaufszentrums in Simmering gefunden, der Mietwagen der Leihfirma zurückgebracht. In beiden Fahrzeugen wurde Blut des Anwalts gefunden.

Männer über Ausweise in Russland gefunden
Über die von den Männern bei der Leihwagenfirma hinterlegten Ausweise konnten zwei Russen ausfindig gemacht werden. Beamte des Landeskriminalamtes Wien und des Bundeskriminalamtes machten sich auf den Weg nach Moskau. Die Ermittler gingen von Beginn an davon aus, dass sich die Hintergründe der Tat in Russland abgespielt haben.

Rebasso hatte dort zahlreiche Klienten. Sein Name fiel vor Jahren in einem Fall um einen Anlegebetrug in Russland, wo zig Privatanleger um hohe Geldsummen geprellt wurden. Rebasso selbst soll daran nicht beteiligt gewesen sein und erstattete damals in Österreich Selbstanzeige, um zu beweisen, dass er in die Betrügereien nicht verwickelt ist. Das Verfahren gegen ihn wurde später eingestellt. Dennoch langten weiterhin schriftliche Drohungen in der Anwaltskanzlei Rebassos ein.

Lösegeldforderung von Hintermännern
Die beiden dringend tatverdächtigen Russen, die mit diesem Anlegebetrug in Verbindung gebracht werden, wurden schließlich am Dienstag in Moskau festgenommen. Die Männer wurden von russischen und österreichischen Kriminalisten verhört. Noch am Donnerstag sollte die U-Haft über die Verdächtigen verhängt werden. Ein Auslieferungsantrag nach Österreich sei noch nicht gestellt worden.

In der Zwischenzeit ging bei der Familie Rebasso auch eine Lösegeldforderung ein. Die via E-Mail übermittelte Lösegeldforderung stammte jedoch nicht von den beiden Festgenommenen persönlich, man gehe aber davon aus, dass sie von Hintermännern versandt wurde. "Von wem, weiß man noch nicht definitiv, aber es gibt Spuren und Vermutungen", hielt sich Polizei-Sprecher Roman Hahslinger im APA-Gespräch bedeckt.




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Erich Rebasso

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Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-08-16 14:58:54
Letzte Änderung am 2012-08-16 21:41:16


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