• vom 16.08.2012, 21:17 Uhr

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Update: 16.08.2012, 22:15 Uhr
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Das Debakel des neuen Berliner Flughafens wird immer teurer



  • Ob der Eröffnungstermin ein drittes Mal verschoben wird, blieb vorerst offen.

Wie geht es weiter mit dem Flughafen Berlin Schönefeld, bevor es noch dangefangen hat? Das beriet der Aufsichtsrat des Flughafens am Donnerstag. - APAweb / dapd

Wie geht es weiter mit dem Flughafen Berlin Schönefeld, bevor es noch dangefangen hat? Das beriet der Aufsichtsrat des Flughafens am Donnerstag. APAweb / dapd

Berlin. (hdt/reu/dpa) Termine, Finanzen und Baumängel - die Tagesordnung der Aufsichtsräte des weiterhin unvollendeten Hauptstadtflughafens im Süden von Berlin enthielt am Donnerstag zahlreiche und vor allem unerfreuliche Punkte. Air-Berlin-Chef Hartmut Mehdorn hatte am Vortag noch einmal eindringlich davor gewarnt, die hauptsächlich wegen Brandschutzmängeln bereits zweimal - zuletzt auf 17. März 2013 - verschobene Eröffnung des Großflughafens noch ein weiteres Mal hinauszuzögern: "Hoffentlich kommen die schnell in die Hufe", sagte Mehdorn. Air Berlin, die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft, ist der Hauptkunde in Schönefeld.

Mehdorns Wunsch blieb am Donnerstag allerdings nicht mehr als vage Hoffnung. Ob der 17. März zu halten ist, will der Aufsichtsrat erst in den vier Wochen bis zur nächsten Sitzung am 14. September entscheiden.

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Rettende Finanzspritze
Im Vorfeld des Treffens hatten auch Gerüchte um eine bevorstehende Pleite der Flughafengesellschaft die Runde gemacht, nachdem die Kosten um mindestens 1,17 Milliarden Euro auf 4,5 Milliarden Euro explodieren dürften.

Trotz wachsender Vorbehalte in der FDP und Teilen der CDU wollen der Bund und die Länder Berlin und Brandenburg den Hauptstadtflughafen allerdings mit einer Finanzspritze vor der Zahlungsunfähigkeit retten. "Es wird ein Mix sein aus Eigenkapital, aus Überbrückungskrediten und Gesellschafterdarlehen", sagte der Verkehrsstaatssekretär des Bundesverkehrsministeriums, Rainer Bomba (CDU), am Donnerstag in Schönefeld. Konkrete Summen wurden allerdings nicht genannt.

Das Hin und Her kratzt auch am Ansehen von Berlins Regierendem Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD), der Aufsichtsratschef der Flughafengesellschaft ist. "Herr Wowereit macht die Stadt immer mehr zum internationalen Gespött", kritisierte der FDP-Bundestagsfraktionsvorsitzende Rainer Brüderle. Dass die Pannenserie und das Kostendesaster auch seine Zukunft als Chef des roten Rathauses, zumindest aber jene als Aufsichtsrat des Flughafens, besiegeln könnte, weist Wowereit von sich. "Ich glaube nicht, dass der Aufsichtsratschef dafür verantwortlich ist, welcher Termin technisch umsetzbar ist", sagte er der Nachrichtenagetur dpa. Die Opposition in Berlin und Brandenburg forderte dagegen den Rücktritt von Wowereit.




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Flughafen Berlin

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Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-08-16 21:23:02
Letzte Änderung am 2012-08-16 22:15:53


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