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Update: 17.08.2012, 08:11 Uhr
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Bieterbündnis, um Preis zu drücken

Apple und Google wollen Kodak-Patente billig erwerben



  • Insolventer Foto-Pionier braucht dringend Geld für Neuanfang.

Kodak zittert um den Weiterbestand. Die Patente dürften weniger als geplant einbringen.

Kodak zittert um den Weiterbestand. Die Patente dürften weniger als geplant einbringen.APAweb / EPA, dpa, Peter Kneffel Kodak zittert um den Weiterbestand. Die Patente dürften weniger als geplant einbringen.APAweb / EPA, dpa, Peter Kneffel

New York. Der Verkauf von Patenten des insolventen Foto-Pioniers Kodak könnte eine ungewöhnliche Wendung nehmen: Nach Informationen des "Wall Street Journal" haben sich die sonst feindlich gesonnenen Smartphone-Rivalen Apple und Google zu einem Bieterbündnis zusammengefunden. Das Ziel ist demnach: Die Fotopatente zu einem günstigen Preis zu kaufen und dafür zu sorgen, dass sie nicht gegen die Konzerne eingesetzt werden.

Bei dem Bündnis würden auch die Elektronikfirmen Samsung, LG und HTC mitmachen sowie Firmen, die sich auf die Lizenzierung von Patenten spezialisiert haben, schrieb die Zeitung am Donnerstag unter Berufung auf eingeweihte Personen. Allerdings seien die Verhandlungen noch im Fluss und der Ausgang unklar. Zudem könnte eine derartige Zusammenarbeit die Aufmerksamkeit der Wettbewerbshüter wecken, warnte das "Wall Street Journal".

Wert der Patente sinkt
Kodak braucht das Geld aus dem Verkauf der 1100 Patente für den geplanten Neuanfang als Druck-Spezialist. Anfang des Jahres hatte der Fotokonzern den Wert des Pakets noch auf bis zu 2,6 Milliarden Dollar (2,1 Milliarden Euro) geschätzt. Nach Informationen der Zeitung deuten die bisherigen Gebote aber eher auf einen Preis von gut 500 Millionen Dollar hin. Kodak hatte die Frist für das Ende der Auktion bereits auf unbestimmte Zeit nach hinten verschoben.

Die Hoffnung lag eigentlich auf einem Bieterwettstreit zwischen den Lagern von Apple und Google. Die beiden Unternehmen stehen sich im Patentkrieg der Mobilfunk-Branche gegenüber. Im vergangenen Jahr hatten sie den Preis bei der Versteigerung der Patente des insolventen Netzwerk-Ausrüsters Nortel bis auf 4,5 Milliarden Dollar hochgetrieben. Am Ende gewannen Apple und Microsoft.




Schlagwörter

Patente, Google, Apple, Kodak

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Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-08-17 07:58:01
Letzte Änderung am 2012-08-17 08:11:47


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