• vom 17.08.2012, 12:48 Uhr

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Update: 18.08.2012, 14:40 Uhr
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Auch in Damaskus wird wieder gekämpft

Kämpfe in Aleppo dauern an



  • UNO beendet Syrien-Mission.
  • Bombenangriffe auf Aleppo, Rückhalt für Brahimi gefordert.

Auch in Damaskus wird weiter gekämpft. Die Rebellen stoßen nun auch in Nobelbezirke vor. - APAweb / Reuters

Auch in Damaskus wird weiter gekämpft. Die Rebellen stoßen nun auch in Nobelbezirke vor. APAweb / Reuters

Damaskus/Kairo. Ungeachtet der Ernennung des neuen UN-Syrienvermittlers Lakhdar Brahimi wird in dem Land weiter unerbittlich gekämpft. Die Truppen von Machthaber Bashar al-Assad bombardierten in der Nacht zum Samstag mehrere Wohnviertel in der umkämpften Stadt Aleppo. Beim Beschuss des Bezirks Bustan al-Kasr wurde auch ein örtlicher Rebellenkommandant getötet, wie die Syrischen Menschenrechtsbeobachter berichteten.

Auch der Ort Azaz bei Aleppo wurde erneut bombardiert. Dort waren am Mittwoch beim Abwurf zweier Fliegerbomben mindestens 60 Zivilisten getötet worden, unter ihnen auch Frauen und Kinder.

Für den algerischen Krisendiplomaten Brahimi forderte die EU-Chefdiplomatin Catherine Ashton "starken und vereinten Rückhalt" im Weltsicherheitsrat. Die "uneingeschränkte Unterstützung durch den UN-Sicherheitsrat und die Übereinkunft aller Parteien, der Diplomatie eine weitere Chance zu geben", sei Vorbedingung eines erfolgreichen Einsatzes, sagte Ashton laut Mitteilung vom Samstag.

Die Vereinten Nationen hatten den 78-Jährigen am Freitag als Nachfolger von Kofi Annan benannt, der aus Enttäuschung über ausbleibende Fortschritte sein Mandat zum Monatsende niedergelegt hatte. Der Sicherheitsrat ist in der Syrienfrage seit Monaten blockiert und zerstritten, weil die Vetomächte Russland und China ein schärferes Vorgehen gegen das Assad-Regime strikt ablehnen.

Russland erklärte sich in einer Mitteilung zur engen Zusammenarbeit mit Brahimi bereit. Seine Mission könne aber nur bei einem Waffenstillstand Erfolg haben. Die Verantwortung für ein Ende der Kampfhandlungen trügen die ausländischen Mächte, sagte Außenminister Sergej Lawrow dem Fernsehsender Sky News Arabia. Er forderte mehr internationalen Druck auf die syrische Opposition.

US-Außenministerin Hillary Clinton erklärte, die USA seien bereit, Brahimi bei seinen Friedensbemühungen zu unterstützen. Der Algerier sei ein "fähiger und bewährter Diplomat", sagte der stellvertretende US-Regierungssprecher Josh Earnest in Washington. Zugleich forderte der Sprecher weitere Details über das UN-Mandat. Washington wolle dazu noch mehr erfahren.

Der deutsche Außenminister Guido Westerwelle begrüßte die Personalie. Der erfahrene algerische Krisendiplomat sei "der erhoffte starke Nachfolger" von Kofi Annan, erklärte Westerwelle in Berlin.

Die syrische Regierung dementierte unterdessen Berichte über die Desertion von Vize-Präsident Faruk al-Sharaa. Al-Sharaa habe "keinen Moment lang daran gedacht, das Land zu verlassen", zitierte das Staatsfernsehen am Freitag aus einer Erklärung seines Büros. Arabische Fernsehsender hatten unter Berufung auf die Rebellen berichtet, al-Sharaa habe sich nach Jordanien abgesetzt. Die Führung der oppositionellen Freien Syrischen Armee erklärte am Samstag, nach "vorläufigen Informationen" habe es einen "Versuch der Desertion" gegeben, der jedoch gescheitert sei. Seit Beginn des Konflikts in Syrien im März 2011 sind zahlreiche ranghohe Militärs zur Opposition übergelaufen. Der bisher ranghöchste Politiker, der die Seiten gewechselt hat, ist Regierungschef Riad Hijab.




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Syrien

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Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-08-17 12:48:40
Letzte Änderung am 2012-08-18 14:40:26


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