• vom 19.08.2012, 12:35 Uhr

Top News

Update: 19.08.2012, 14:46 Uhr
  • Artikel
  • Lesenswert (0)
  • Drucken
  • Leserbrief
  • Empfehlen/Teilen



Erster tödlicher Anschlag in Tripolis seit Gaddafi-Sturz

Zwei Tote bei Anschlägen in Tripolis



  • Sicherheitsbehörden machen Anhänger Gaddafis verantwortlich.

Security-Beamte bewachen die Straßen von Tripolis nachdem  drei Autobomben zwei Menschen getötet hat. Es war das erste Bombenattentat dieser Art seit das Regime von Muammar Gadaffi 2011 gestürzt wurde.

Security-Beamte bewachen die Straßen von Tripolis nachdem drei Autobomben zwei Menschen getötet hat. Es war das erste Bombenattentat dieser Art seit das Regime von Muammar Gadaffi 2011 gestürzt wurde.EPAweb / SABRI ELMHEDWI Security-Beamte bewachen die Straßen von Tripolis nachdem drei Autobomben zwei Menschen getötet hat. Es war das erste Bombenattentat dieser Art seit das Regime von Muammar Gadaffi 2011 gestürzt wurde.EPAweb / SABRI ELMHEDWI

Tripolis. Bei den ersten tödlichen Anschlägen in Tripolis seit dem Sturz des langjährigen Machthabers Muammar al-Gaddafi sind am Sonntag zwei Menschen getötet worden. Eine Autobombe sei nahe der Militärakademie im Zentrum der libyschen Hauptstadt gezündet worden, eine zweite in der Nähe des unweit gelegenen Innenministeriums, sagte der Chef der Sicherheitsbehörden, Mahmud Al-Tsherif. Er machte Anhänger Gaddafis für die Taten verantwortlich.

Al-Tsherif zufolge wurden beide Sprengsätze am Morgen per Fernzündung ausgelöst. Bei dem Anschlag an der Militärakademie seien zwei Menschen getötet und vier verletzt worden. Durch die Detonation nahe des Innenministeriums sei niemand verletzt worden. Der Chef der Sicherheitsbehörden in Tripolis ergänzte, die Tat sei von einer "Schläfer-Zelle" verübt worden, die von Mitgliedern der früheren Gaddafi-Führung aus dem Ausland finanziert werde.

Die Gruppe habe bereits am 3. August einen Autobombenanschlag in Tripolis verübt, sagte Al-Tsherif. Dabei sei ein Mensch verletzt worden. Nicht alle Mitglieder dieser Gruppe hätten bisher festgenommen werden können, sagte er. Behördenangaben zufolge waren bei einer Razzia in Tripolis Anfang August drei Männer getötet worden, die im Verdacht standen, Bombenanschläge vorzubereiten.

Nach Angaben des Vize-Innenministers Omar al-Chadhraui hatte es in den vergangenen drei Tagen Hinweise auf mögliche Anschläge gegeben. Angesichts der Zahl an Waffen, die in Libyen im Umlauf seien, sei es aber "schwierig, alles zu kontrollieren". Seinen Angaben zufolge suchten die Sicherheitskräfte nach weiteren Sprengsätzen.

Gaddafi hatte in dem nordafrikanischen Land mehr als vier Jahrzehnte lang uneingeschränkt geherrscht. Er wurde im Zuge eines Volksaufstandes, bei dem die Rebellen von einer internationalen Militärallianz massiv unterstützt wurden, vor etwa einem Jahr gestürzt und am 20. Oktober 2011 auf der Flucht getötet. In den Wirren des Umsturzes hatten sich dutzende Verantwortliche der Gaddafi-Ära ins Ausland abgesetzt. Die neuen Behörden werfen ihnen vor, den demokratischen Übergang in Libyen stören zu wollen.




Schlagwörter

Libyen, Tripolis

Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-08-19 12:36:11
Letzte Änderung am 2012-08-19 14:46:55


Werbung



Beliebte Inhalte



Ein tunesischer Polizistvor der Okba Ibn Nafaa Moschee in Kairouan,153 km südlich von Tunis. - EPAweb / MOHAMED MESSARA
  • Festnahmen von 200 mutmaßlichen Extremisten.
  • weiter

Unvorstellbare Grausamkeit sollen Gottfried Helnweins Arbeiten oft erklären. - Julia Stix
  • Der Künstler über Mangel an Charisma, Kunst als Trophäe und ordinäres Wienerisch.
  • weiter

 Ray Manzarek im Juli 2012. -  EPA/Jan Dzban
  • Organist der legendären US-Rockband verstarb im Alter von 74 Jahren in Bayern.
  • weiter

Menschen laufen auf einer Straße in Deir al-Zor. - REUTERSweb / Khalil Ashawi
  • Folter wird seit Jahrzehnten systematisch eingesetzt, nun auch von den Aufständischen.
  • weiter

Volksschulwand vorher (links) und nachher (rechts) - Bild: Andreas Praefcke An einer Volksschule in Wien mussten nach dem Protest der Mutter einer Schülerin die Kreuze in allen Klassenzimmern entfernt werden...weiter

  • Der Streit um religiöse Symbole ist ein Nebenschauplatz
  • weiter

"Bevor uns das Rohöl ausgeht, geht uns das Wasser aus" , ist Brabeck-Letmathe überzeugt. - dpa
  • Spitzenmanager über Europas Defizite und emotionale Debatten.
  • weiter

Schütze Bosko Rasovic trainiert fünfmal pro Woche. S. Jenis
  • Rund 24.000 Wiener haben eine Waffenbesitzkarte.
  • weiter





Frankreich: Amandine Bourgeois - "L'enfer et moi"

Der Teil einer Installation des pakistanischen Künstlers von Imran Qureshi im Metropolitan Museum in New York. Die letzten Stufen werden noch eingekleidet, und dann kanns los gehen:

20.5.2013: Ein tibetischer Mönch hält ein Schild neben einem Plakat, das Gedhun Choekyi Nyima, den elften Penchen Lama zeigt, der vom Dalai Lama anerkannt wird. Noch herrscht auf der Croisette vor dem Palais des Festivals in Cannes die Ruhe vor dem Sturm.

Werbung