• vom 24.08.2012, 11:58 Uhr

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Update: 24.08.2012, 16:25 Uhr
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Sprecher Franz Kaida verabschiedet sich nach mehr als 40 Jahren

Wiens Öffi-Ansagen werden weiblich



  • Auch neue Signaltöne sollen heuer noch zu hören sein.

Neue Stimmen lassen sich demnächst in der Wiener U-Bahn hören. - APAweb / Herbert Pfarrhofer

Neue Stimmen lassen sich demnächst in der Wiener U-Bahn hören. APAweb / Herbert Pfarrhofer

Wien. Es kommt fast einer kleinen Revolution gleich: Die seit Jahrzehnten vertraute Stimme, welche in den Öffis die Stationen ansagt und damit zig Tausende Bewohner der Bundeshauptstadt durch ihren Alltag begleitet, wird schon bald nicht mehr zu hören sein.

Künftig wird eine Frauenstimme die Haltestellen auf allen U-Bahn-, Bus- und Bim-Linien ankündigen. Info- und Störungsdurchsagen werden dann auch auf Englisch zu hören sein. Die Umstellung ist Teil einer groß angelegten Klangerneuerung, wie die Verkehrsbetriebe am Freitag in einer Aussendung mitteilten.

Seit Beginn der automatisierten Durchsagen im Jahr 1968 ist die derzeit noch zu hörende Stimme bereits im Einsatz. Sie stammt von Franz Kaida (70), einem früheren Wiener-Linien-Ingenieur und Sicherheitsbeauftragten, der bereits seit einigen Jahren im regulären Ruhestand ist und sich mit seiner akustischen Nachbesetzung nun endgültig von den Öffi-Fahrgästen verabschiedet.

Mehrheit für eine Frauenstimme
Die Entscheidung, für Kaida eine ausschließlich weibliche Nachfolge zu suchen, begründen die Verkehrsbetriebe mit einer Fahrgastumfrage. In dieser habe sich eine Mehrheit für eine Frau als Öffi-Stimme ausgesprochen, hieß es. Die Passagiere sollen in den Auswahlprozess eingebunden werden. Ab 10. September können sie im Internet abstimmen, wobei voraussichtlich zwei "Organe" zur Auswahl stehen werden, wie ein Wiener-Linien-Sprecher auf APA-Nachfrage ankündigte.

Höhere Lautstärke, bessere Qualität
Die neue Stimme soll ab diesem Jahr zu hören sein und nicht nur in den Garnituren, sondern so gut wie überall im Öffi-Netz präsent sein - und zwar in einheitlicher Lautstärke und in verbesserter Qualität. Derzeit kommen nämlich etwa Stationsdurchsagen, Störungs- oder Info-Hinweise und das obligate "Zug fährt ab" von jeweils unterschiedlichen Stimmen.

Die Maßnahme ist Teil des Projekts "Klangmarketing", mit dem sich die Verkehrsbetriebe um eine bessere "akustische Identität" bemühen wollen. Soll heißen: Auch andere markante Töne im Öffi-Netz wie der Haltestellen-Gong oder der Hupton vor dem Schließen der U-Bahn-Türen stehen zur Disposition, präzisierte der Sprecher.

Man überlege auch, den Abfertigungsvorgang im U-Bahn-Bereich zu modifizieren. Damit könnten in Hinkunft auch die Hinweise "Zurückbleiben, bitte" und "Zug fährt ab" völlig entfallen und das Schließen der Türen bzw. die bevorstehende Abfahrt des Zuges nur noch mit Signaltönen angekündigt werden.




Schlagwörter

Sprecher, Ansage, U-Bahn

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Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-08-24 11:59:16
Letzte Änderung am 2012-08-24 16:25:00


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