Köln. Ein aus seinem Gehege ausgebrochener Tiger hat im Kölner Zoo Samstagmittag eine Pflegerin getötet. Das Tier sei nach ersten Erkenntnissen durch eine nicht richtig verschlossene Sicherheitsschleuse aus seinem Gehege ausgebrochen, sagte ein Kölner Polizeisprecher am Samstag. Der Tiger gelangte in ein angrenzendes Wirtschaftsgebäude, wo er die 43-jährige Pflegerin anfiel. Sie erlitt tödliche Verletzungen. Der Tiger wurde noch in dem Gebäude von Tiergartendirektor Theo Pagel mit einem großkalibrigen Gewehr erschossen.
Die Polizei kam kurz nach dem Ausbruch gegen 12.00 Uhr im Kölner Tiergarten an. Dieser wurde vorübergehend geschlossen und die Besucher in Sicherheit gebracht. Auch ein Hubschrauber war im Einsatz.
Die angeforderten Spezialkräfte kamen mit der entlaufenen Raubkatze aber nicht mehr in Berührung, da der Direktor das Tier bereits vorher erschossen hatte. Dem Polizeisprecher zufolge zielte er durch eine Dachluke des Wirtschaftsgebäudes auf den Tiger. Dem Opfer der Raubkatzen-Attacke konnte nicht mehr geholfen werden. Ob die Frau noch im Tiergarten oder erst in Klinik ihren Verletzungen erlag, dazu gab es zunächst unterschiedliche Meldungen. Die Ermittler müssen nun klären, wie die Raubkatze durch die Sicherheitsschleuse entweichen konnte.
Derartige Zwischenfälle mit Raubkatzen im Zirkus oder in Tiergärten sind selten, kommen aber immer wieder vor. Im Oktober 2003 wurde in Las Vegas der Zauberer Roy Horn (Magierduo "Siegfried & Roy) bei einer Show von einem seiner weißen Tiger angegriffen und schwer verletzt.
Am 5. März 2002 war der Wiener Tiergarten Schönbrunn Schauplatz einer ähnlichen Tragödie gewesen: Eine 21-jährige Pflegerin wurde von drei Jaguaren angegriffen. Ein schwarzer Jaguar tötete sie dabei durch einen Hals-Genick-Biss. Der damalige Tiergartendirektor Helmut Pechlaner erlitt bei dem Versuch, der Pflegerin zu helfen, einen Prankenhieb und wurde am linken Arm schwer verletzt.
Mann in Malaysia während Toilettengangs von Krokodil gebissen
Kein Kärntner "Sommer-Reptil": In Malaysia ist ein Bauarbeiter von einem Krokodil angefallen worden, als er sich gerade in einem Fluss erleichterte. Die Zwei-Meter-Echse habe den Mann oberhalb des Hinterteils gebissen, berichteten örtliche Medien am Samstag.
"Ich hatte Glück und das Krokodil hat mich losgelassen, nach dem ich ihm ins Auge geschlagen habe", sagte der 32-jährige Pai. Trotz großer Schmerzen und schwerer Blutungen gelang es dem aus Indonesien stammenden Mann, zu fliehen und Hilfe zu holen. Wie viele Indonesier trägt Pai nur einen Namen. Krokodil-Angriffe kommen in Malaysia häufig vor.