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Update: 26.08.2012, 14:03 Uhr
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Sturm "Isaac"

US-Republikaner beginnen Parteitag später



  • Treffen zur Kür Romneys beginnt erst am Dienstag.
  • Ausnahmezustand in Florida.

Der republikanische Kandidat für die US-Präsidentschaftswahlen, Mitt Romney, hat mit einigen Affären zu kämpfen. Jetzt macht ihm auch ein möglicher Hurrikan einen Strich durch die Rechnung: Der Nominierungsparteitag könnte verhagelt werden. - APAweb / dapd

Der republikanische Kandidat für die US-Präsidentschaftswahlen, Mitt Romney, hat mit einigen Affären zu kämpfen. Jetzt macht ihm auch ein möglicher Hurrikan einen Strich durch die Rechnung: Der Nominierungsparteitag könnte verhagelt werden. APAweb / dapd

Washington/Port-au-Prince/Havanna. Wegen des Tropensturms "Isaac" verschieben die US-Republikaner die Auftaktreden ihres Parteitags in Tampa (Florida). Er soll - mit einem Tag Verspätung - erst am Dienstag beginnen und nicht am Montag, erklärte der Vorsitzende des Nationalen Komitees der Republikaner, Reince Priebus.

Parteitag: Vertagung auf Dienstag bei Eröffnung am Montag

Wegen der schlechten Wettervorhersagen werde der Parteitag zwar am Montag eröffnet, dann aber sofort bis Dienstagnachmittag vertagt. Nach Gesprächen mit den Wetterdiensten und dem Gouverneur von Florida, Rick Scott, ist Priebus optimistisch, dass der Parteitag dann fortgesetzt und Präsidentschaftskandidat Mitt Romney offiziell nominiert werden könne.

Zu dem Nominierungsparteitag werden zehntausende Parteianhänger der US-Republikaner erwartet. Die Präsidentschaftswahl in den USA findet Anfang November statt. Bereits vor vier Jahren hatte Hurrikan "Gustav" den Republikaner-Konvent in St. Paul in Minnesota überschattet. "Gustav" wütete zwar mehr als 1500 Kilometer südlich an der Golfküste, die Partei verkürzte aber ihr Programm, um mit dem traditionell medienwirksam angelegten Treffen das Leiden der Sturmopfer nicht in den Hintergrund zu drängen.

Der Tropensturm "Isaac" könnte stärker werden und als Hurrikan auf die Südküste der USA treffen.

Der Tropensturm "Isaac" könnte stärker werden und als Hurrikan auf die Südküste der USA treffen.APAweb / Reuters / NOAA / Handout Der Tropensturm "Isaac" könnte stärker werden und als Hurrikan auf die Südküste der USA treffen.APAweb / Reuters / NOAA / Handout

Vier Tote in Haiti
"Isaac" suchte unterdessen mit starken Winden und heftigen Regenfällen den Südwesten Haitis heim. Über den bis zu über 2000 Meter hohen Bergen schwächte er sich nach Angaben des US-Hurrikanzentrums in Miami erneut leicht ab und setzte am Samstag seinen Weg in Richtung Kuba und Florida fort. In Haiti starben mindestens vier Menschen.

Im ärmsten Land Amerikas, das vor zweieinhalb Jahren von einem Erdbeben schwer zerstört worden war, zerfetzte der Sturm zahlreiche Zelte und Behausungen in den Obdachlosenlagern. Flüsse traten über die Ufer und überschwemmten die Niederungen. Bananenplantagen und Zuckerrohrfelder wurden verwüstet.

Tropensturmwarnungen für Kuba und die Bahamas
Am Samstagnachmittag erreichte "Isaac" im Bereich von Guantanamo auf Kuba. In Erwartung des Wirbelsturms waren im gesamten Osten Kubas und auf den südöstlichen Bahamas vor allem wegen der befürchteten Regenfälle Tropensturmwarnungen herausgegeben worden. Im Süden Floridas galt vorsorglich sogar Hurrikanalarm. Dort soll das Zentrum des Wirbelsturms den Berechnungen der Meteorologen zufolge im Laufe des Sonntags aufschlagen.

Befürchtungen, "Isaac" werde vor dem Auftreffen auf Haiti Hurrikanstärke erreichen, hatten sich nicht bewahrheitet. In seinem Zentrum entwickelte der Wirbelsturm am Samstag 95 Kilometer in der Stunde. Ein Wirbelsturm wird zum Hurrikan, wenn er Windstärken von 120 Kilometern in der Stunde erreicht.

In der Dominikanischen Republik, an der "Isaac" in einigem Abstand vorbeigezogen war, kam es zu starken Regenfällen und Überschwemmungen. Mehr als 3000 Menschen mussten lokalen Zeitungsberichten zufolge in Sicherheit gebracht werden. Mehrere Orte waren von der Außenwelt abgeschnitten.

Möglicherweise Hurrikan-Stärke bei Südküste der USA
Die Vereinten Nationen und die zahlreichen in Haiti stationierten internationalen Hilfsorganisationen ergriffen umfassende Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung. Auch zweieinhalb Jahre nach einem verheerenden Erdbeben leben in Port-au-Prince immer noch rund 200.000 Menschen in Obdachlosen-Zeltlagern.

Nach den Berechnungen der Meteorologen wird "Isaac" am Wochenende über Ost- und Zentralkuba nach Nordwesten weiterziehen, um von dort westlich an Florida vorbei in den Golf von Mexiko einzudringen. Dort könne er stärker werden und die Südküste der USA als Hurrikan erreichen. (apa/dpa/ afp/reuters) -




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Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-08-26 13:41:04
Letzte Änderung am 2012-08-26 14:03:08


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