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Update: 29.08.2012, 20:09 Uhr
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US-Farmer in Iowa ernten aufgrund der Dürre heuer weniger

Warten auf den Regen-Gott


Von Konstanze Walther aus den USA

  • Trockenheit führt zur Verknappung von Lebensmitteln und höheren Preisen.

Die Schäden auf den Maisfeldern zeigt David Martz auf seiner Farm im US-Bundesstaat Iowa.

Die Schäden auf den Maisfeldern zeigt David Martz auf seiner Farm im US-Bundesstaat Iowa.Walther Die Schäden auf den Maisfeldern zeigt David Martz auf seiner Farm im US-Bundesstaat Iowa.Walther

Iowa. Wann immer es nun einen kleinen Regenschauer gibt, bekreuzigt man sich im gottesfürchtigen Bundesstaat Iowa. Endlich, Ende August hat das Wetter Nachsehen mit der Landwirtschaft. Nach zwei Monaten unbarmherziger Dürre in weiten Landesteilen der USA sieht es endlich so aus, als wäre nicht alles verloren. Schon, für die Maisernte sieht es düster aus, denn für Mais war die ausschlaggebende Wachstumszeit Juni und Juli.

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"Vor einem Monat habe ich gedacht, wir können uns die Soja-Ernte auch abschminken. Jetzt habe ich aber Hoffnung", erklärt Keith Martz, der mit seinem Bruder David eine knapp 500 Hektar große Familienfarm mitten in Iowa betreibt. Das Haupteinkommen besteht aus den Mais- und Sojafeldern; die Rinderzucht sowie die Schweine, die er für den Lebensmittelproduzenten Cargill in Kommission auffüttert, laufen nur so nebenbei mit. Cargill ist der alles beherrschende Lebensmittelgigant im Mittleren Westen, der unter anderem die Samen für die Nutzpflanzen an die Bauern verkauft.

Frühe Ernte, um noch mehr Schäden zu vermeiden
Keith und seine Kollegen sind davon überzeugt, dass die Maisernte ohne das genetisch modifizierte Saatgut von Cargill noch viel mauer ausfallen würde. "Gerade in Jahren wie diesen helfen diese Saatkörner ungemein", meint Keith. Pflanzen aus naturbelassenem Saatgut würden gerade bei diesen Witterungsbedingungen viel eher Krankheiten an der Wurzel bekommen. Der Mais auf den Feldern der Martz-Familie ist "round-up ready" - man kann das Pestizid "Round-Up" (der Marke Cargill) problemlos über den Mais (dessen Samen ebenso aus dem Hause Cargill kommt) sprühen.

Wieviel nun von der Maisernte unter dem Strich tatsächlich übrig bleibt, ist schwer abzuschätzen. Sicher ist nur, dass der "Temperatur-Stress" für die Pflanzen im Juni und Juli "doppelt so hoch war wie in normalen Jahren", erklärt Virgil Schmitt, Agrarökonom der Iowa State University und untermauert diese Behauptung mit diversen Grafiken über die Hitze, die in den vergangenen Monaten das Agrarland der USA heimgesucht hat. "Viele Farmer müssen beispielsweise jetzt schon ihren Mais ernten, obwohl er noch nicht ausgewachsen ist. Bei den jetzigen Witterungsbedingungen können nämlich sonst Krankheiten und Fäulnis einsetzen", meint Schmitt. Nicht gegen alles ist ein Cargill-Kraut gewachsen.




Schlagwörter

Agrar, USA

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Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-08-29 17:50:08
Letzte Änderung am 2012-08-29 20:09:45


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