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Update: 23.09.2012, 15:47 Uhr
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Blutiges Wochenende mit 210 Toten an einem Tag

Kein Ende der Gewalt in Syrien



  • Syrische Armee verliert Kontrolle über weite Teile des Landes.

Soldaten der syrischen Armee beim Häuserkampf in Aleppo. - APAweb / Reuters, George Ourfalian

Soldaten der syrischen Armee beim Häuserkampf in Aleppo. APAweb / Reuters, George Ourfalian

Damaskus/New York. Kurz vor Beginn der UNO-Vollversammlung in New York mit dem Topthema Syrien hat das Bürgerkriegsland eines seiner blutigsten Wochenenden erlebt. Allein am Samstag wurden mindestens 210 Menschen getötet, darunter 145 Zivilisten, wie die Organisation der Syrischen Menschenrechtsbeobachter mitteilte. Die meisten Toten gab es demnach im Großraum Damaskus und in der nordsyrischen Millionenmetropole Aleppo. Auch am Sonntag wurden wieder Gefechte gemeldet. Nach Angaben von Aktivisten brachen erneut Kämpfe in Aleppo sowie in der Provinz Daraa aus. UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon und der Syrien-Sondergesandte von UNO und Arabischer Liga, Lakhdar Brahimi, berieten am Sitz der Vereinten Nationen über den Syrien-Konflikt.

Ban und Brahimi betonten, dass die sich verschlimmernde Krise in Syrien eine wachsende Gefahr für Frieden und Sicherheit in der Region sei. Zentrales Thema ihres Treffens waren den Angaben zufolge die Möglichkeiten, der "schrecklichen Gewalt" in Syrien Einhalt zu gebieten und in Richtung einer politischen Lösung voranzuschreiten.

Syrische Armee verliert Kontrolle über weite Teile des Landes

Die syrische Armee hat nach Angaben eines Kommandanten der Rebellen mittlerweile die Kontrolle über den Großteil des Staatsgebiets verloren. Einzig die Überlegenheit des Militärs in der Luft halte die Führung noch an der Macht, sagte der Rebellenoberst Ahmed Abdel Wahab. Er ist nach eigenen Angaben Kommandant einer Brigade von rund 850 Kämpfern der Freien Syrischen Armee (FSA). "Ob mit oder ohne ausländische Hilfe - der Fall des Regimes ist eine Frage von Monaten, nicht von Jahren", sagte er.

Die FSA verlegte ihre Kommandozentrale zudem von der Türkei nach Syrien. FSA-Chef Riad al-Assaad sprach dabei von "einer guten Nachricht für unser freies und heroisches syrisches Volk". Die Freie Syrische Armee hatte sich im Juli vergangenen Jahres aus Deserteuren der regulären syrischen Truppen gebildet und hat nach eigenen Angaben tausende Kämpfer unter Waffen.

Kämpfe am Grenzübergang zu Jordanien

Unterdessen gingen die Kämpfe in Syrien auch am Wochenende weiter. Neben den Schauplätzen Aleppo und Daraa, waren nach Oppositionsangaben auch in der Nähe eines belebten Grenzübergangs nach Jordanien heftige Kämpfe zwischen Regierungstruppen und Rebellen ausgebrochen.




Schlagwörter

Syrien, UNO

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Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-09-23 15:28:11
Letzte Änderung am 2012-09-23 15:47:52


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